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Die Arbeit, die da ist, verteilen

Altersteilzeit in Coronazeiten neu denken und zehn Jahre vor Pensionsantritt möglich machen

Bei manchen schrillen beim Thema Arbeitszeitverkürzung wie auf Knopfdruck die Alarmglocken. Doch gerade in Zeiten, in denen zu wenig Arbeit für alle da ist, sollte man über die gerechte Verteilung selbiger nachdenken. Denn „Menschen in der Arbeitslosigkeit versauern lassen“, ist zumindest für ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian keine Option. Gleichzeitig werden Arbeitslose „als Tachinierer dargestellt, die nicht hakeln wollen“.

"Menschen in der Arbeitslosigkeit versauern lassen, ist keine Option." ÖGB-Präsident Wolfgang Katzian 

Jenen, die arbeitslos und fünf Jahre vor der Pension sind, „soll der entwürdigende Spießrutenlauf erspart bleiben, sich ständig für Jobs bewerben zu müssen, bei denen sie ohnehin nie genommen werden“, so Katzian. Diese Menschen könnten daher 70 Prozent des Letztgehalts als Überbrückungsgeld bis zur Pension bekommen. 

Zehn Jahre vor Pensionsantritt in Corona-Altersteilzeit 

Angesichts der dramatischen Arbeitsmarktlage sollte aber auch die Altersteilzeit neu gedacht werden, schlägt der ÖGB-Präsident vor: „Anstatt wie bisher fünf Jahre vor der Pension sollte es die Möglichkeit geben, zehn Jahre vor dem Pensionsalter in Altersteilzeit zu gehen.“ Derzeit gehe Altersteilzeit nur, wenn gleichzeitig eine Ersatzkraft gestellt wird. Das könnte man den Unternehmen ersparen, um sie zu entlasten, so Katzian. 

Corona-Altersteilzeit:
Für jene, die kurz vor der Pension stehen ein sicheres Hinausgleiten. Damit werden auch vielfach Arbeitsplätze geschaffen. 

Der ÖGB möchte faire Chancen am Arbeitsmarkt schaffen: Für jene, die kurz vor der Pension stehen ein sicheres Hinausgleiten.  Damit werden auch vielfach Arbeitsplätze geschaffen. Dazu schlagen die Gewerkschaften ein neues Altersteilzeit-Modell vor, das einerseits das Problem der Langzeitarbeitslosigkeit lösen kann und andererseits neue Arbeitsplätze schafft. Dazu sollen auch die vor zwei Jahren beschlossenen Verschlechterungen bei der Altersteilzeit wieder zurückgenommen werden.

Wesentliche Punkte, die die Corona-Altersteilzeit enthalten soll: 

  • Frühestmöglicher Antritt zehn Jahre vor Regelpensionsalter (anstatt fünf Jahre). 
  • Die Corona-Altersteilzeit soll auch 20 Prozent Arbeitsreduktion möglich machen (statt 40 bis 60 Prozent der Normalarbeitszeit). 
  • Ein Entgelt von 90 Prozent des letzten Nettoeinkommens analog zur Kurzarbeit (statt einem Lohnausgleich in der Höhe von 50 Prozent der Differenz zwischen bisherigem Entgelt und dem der verringerten Arbeitszeit).

In den letzten zehn Jahren stieg die Altersteilzeit stark an – von durchschnittlich 17.300 Personen im Jahr 2011 auf 44.100 im Jahre 2019. 2020 hat sich der Trend umgekehrt. Mittlerweile sind es fast 1.000 Fälle weniger pro Monat, Tendenz sinkend. Die Finanzierung von Altersteilzeit kostet viel Geld, das wäre aber gut investiert, so Katzian, „weil man damit die Kaufkraft ankurbeln, also die Konjunktur stärken könnte. Und: Arbeitslosigkeit kostet auch viel Geld, macht Menschen aber unglücklich und verzweifelt. Das wollen wir nicht”. 

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