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Burgenland

ÖGB zieht positive Bilanz

Erfolgreicher Rechtsschutz: 3,3 Millionen Euro für Beschäftigte

Laut Statistik sind derzeit 103.000 Menschen im Burgenland beschäftigt. Aufgrund der geografischen Lage ist der burgenländische Arbeitsmarkt verschiedenen Einflüssen ausgesetzt, die negative Auswirkungen für die Beschäftigten haben können.
Trotz der hohen Beschäftigungsquote waren bzw. sind viele ArbeitnehmerInnen von Konkursen, Firmenschließungen und Abwanderung betroffen.
In diesem Spannungsfeld vertritt der ÖGB Burgenland und seine Gewerkschaften die Interessen der ArbeitnehmerInnen. Er tut dies durch Betreuung, Beratung und Rechtsvertretung.

Der ÖGB Burgenland betreut seine Mitglieder an den Standorten Eisenstadt, Neusiedl, Oberpullendorf, Oberwart, Güssing und Jennersdorf. Beraten wird in deutscher, ungarischer, rumänischer und kroatischer Sprache.

Insgesamt hat der ÖGB und seine Gewerkschaften im Burgenland 2017 für seine Mitglieder 3,3 Millionen Euro erstritten.

2017 gab es einen deutlichen Anstieg bei den Auskünften (29.897) und Interventionen (3.634). Die meisten Auskünfte gaben die Gewerkschaften Bau-Holz und PRO-GE. Beide Gewerkschaften bieten auch Beratungen in ungarischer Sprache an. Die Interventionen stiegen in fast allen Branchen. Besonders stark stiegen sie bei der Gewerkschaft younion, die sich um die Anliegen der Beschäftigten im Gemeindedienst und bei Verbänden kümmert. Die Klagen sind konstant geblieben. 50 Prozent der Klagen wurden von der Gewerkschaft Bau-Holz eingebracht. Auch hier ist die younion ein Ausreißer, wo sich die Klagen verdreifacht haben.

„Generell könnte man sagen, dass es im öffentlichen Bereich nicht mehr nur sichere und faire Arbeitsplätze bzw. Arbeitgeber gibt. Auch hier werden die Arbeitsbedingungen härter, den Beschäftigten schlägt ein rauerer Wind entgegen", erklärt ÖGB-Landessekretär Andreas Rotpuller.

Teil der Interventionen sind die Sozialplanverhandlungen, die von BetriebsrätInnen und/oder GewerkschafterInnen auf Sozialpartnerebene ausverhandelt werden. Es gibt Bereiche, die in der Arbeitswelt nicht gesetzlich geregelt sind. Hier braucht es starke Betriebsrätinnen und Betriebsräte, die mit Hilfe der Gewerkschaft weit ab von Gesetzen für die Beschäftigten eintreten. Denn kaum eine Firma gibt freiwillig etwas her, heißt es vom ÖGB Burgenland.

Positive Bilanz zieht der ÖGB auch bei der Mitgliederstatistik 2017. Der ÖGB Burgenland vertritt 40.572 Mitglieder. 67 Prozent (27.2225) davon sind Männer, 33 Prozent (13.347) Frauen. Das bedeutet, dass fast 40 Prozent der burgenländischen ArbeitnehmerInnen ÖGB-Mitglieder sind. Der ÖGB konnte im Jahr 2017 ein Mitgliederplus von 0,15 Prozent verbuchen. Zuwachs gab es bei der GPA-djp, der younion und der PRO-GE. (Stand Dezember 2017).

„Der ÖGB Burgenland konnte vor allem einen Mitgliederzuwachs bei den Frauen verzeichnen. Immer mehr Frauen sind in Beschäftigung, das schlägt sich auch in unserer Statistik nieder", betont Erich Mauersics, ÖGB-Landesvorsitzender im Burgenland.

Die ÖGB-Mitgliederzahlen sind seit drei Jahren positiv. Die fünf-Jahres-Entwicklung zeigt lediglich 2014 einen Rückgang.

Die ersten 100 Tage der neuen Bundesregierung haben gezeigt, wo die Herausforderungen für den ÖGB in Zukunft liegen werden. Bisher gab es vor allem  Verschlechterungen für die ArbeitnehmerInnen (Aus für die Aktion 50.000, genereller 12-Stunden-Tag, Einsparungen beim AMS, Kürzung der Ruhezeiten in Tourismus) und die Ankündigungen zu Alterteilzeit und AUVA lassen auch für die Zukunft ähnliches vermuten. Mauersics abschließend: "„Für uns Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter ist klar, dass wir schwierige Zeiten vor uns haben. Uns ist bewusst, dass wir Verschlechterungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verhindern müssen, denn sind Errungenschaften einmal weg, kommen sie nicht wieder!"

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