Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

AMS-Kürzungen: Die Älteren und die Jungen zahlen drauf

Kalliauer: Konjunktur wird strukturelle Probleme nicht lösen, Regierung drängt Menschen in die Armut

Entsetzt zeigt sich ÖGB-Landesvorsitzender AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer von den radikalen Kürzungen im Bereich der Arbeitsmarktpolitik, welche die schwarz-blaue Bundesregierung anstrebt. „Wer nichts gegen strukturelle Probleme am Arbeitsmarkt unternimmt, riskiert sehenden Auges gewaltige gesellschaftliche Probleme und soziale Verwerfungen“, mahnt Kalliauer. Besonders ungemütlich werde es für arbeitslose Menschen über 50 und für jene Personen, die Qualifizierungsbedarf haben.

Regierung provoziert gesellschaftliche Probleme und soziale Verwerfungen
„Die drastischen Kürzungen der AMS-Gelder, die im Raum stehen, lassen befürchten, dass künftig Jugendliche, die keine Lehrstelle in einem Betrieb finden, überbleiben. Denn ob mit einem so geringen Förderbudget überbetriebliche Berufsausbildung noch finanziert werden kann, ist mehr als fraglich. Was es für die Gesellschaft bedeutet, wenn junge Menschen schon zum Beginn ihres Berufslebens auf der Straße stehen, steht in keiner Relation zu diesen Einsparungen im Zeichen eines Nulldefizit-Wahns.“

Regierung nimmt den Menschen Chancen
Es sei außerdem widersinnig, Gelder für Qualifizierung zu sparen, wenn die Wirtschaft händeringend nach Fachkräften schreit. „Mit dem kolportierten Mini-Budget wird es nicht möglich sein, gering Qualifizierte zu dringend benötigten FacharbeiterInnen aufzuschulen“, sagt Kalliauer. Traurig sei, dass selbst erfolgreiche und sehr effiziente Programme wie die Aktion 20.000 mit einem Federstreich beseitigt werden. „Mit 50 oder 55 ist man zu jung, um in der Arbeitslosigkeit auf die Pension zu warten. Diese Menschen brauchen Chancen, die ihnen nun brutal genommen werden“, stellt Kalliauer klar.

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

OÖ Infos@News

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt