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Oberösterreich

Gewerkschaft vida: „Wir wollen reden, Herr Stelzer!“

Land OÖ lässt Pflegekräfte schon wieder in der Warteschleife hängen

„Die Corona-Krise ist noch nicht mal ausgestanden, der Applaus kaum verhallt und schon ist die Situation der Pflegekräfte in Oberösterreich offenbar nicht mehr wichtig“, ärgert sich vida-Landesvorsitzender Helmut Woisetschläger. Immer noch warten die oberösterreichischen Pflegekräfte auf Lösungen für unterbesetzte Abteilungen und Maßnahmen gegen chronische Arbeitsüberlastung. Schon seit November 2018(!) fordern die Gewerkschaften vom Land OÖ Verhandlungen über eine Neuregelung der Gehaltsschemata im Gesundheitsbereich. Bisher ohne Ergebnis. „Die Beschäftigten verlieren die Geduld, Herr Landeshauptmann!“, so Woisetschläger. 

Untergruppen sind fertig, jetzt wieder Funkstille

Die Belastungen seien in vielen Bereichen grenzwertig. „Wir wissen von unseren KollegInnen in den Krankenhäusern und Pflegeheimen, dass Pflegekräfte ihren Beruf nicht mehr schaffen und an den Nagel hängen, obwohl sie ihn eigentlich gern gemacht haben. Trotzdem passiert nichts, Landeshauptmann Stelzer und Gesundheitslandesrätin Haberlander lassen uns ohne Verhandlungstermin in der Warteschleife hängen“, ärgert sich Woisetschläger. Bei einer ersten Verhandlungsrunde bei Landeshauptmann Stelzer im November 2019 wurden Untergruppen eingerichtet. Diese Expertengruppen haben bereits im April ihre Arbeit abgeschlossen. Jetzt herrscht wieder Funkstille. „Dieser Umgang mit Beschäftigten, die gerade noch als systemrelevant hochgelobt wurden, ist inakzeptabel.“ 

Mehr Geld und ausreichend Personal notwendig

Konkret fordern die Gewerkschaften eine Aufwertung der Pflegeberufe. Es brauche finanzielle Verbesserungen und bessere Arbeitsbedingungen, wie etwa genug Personal oder stabile, verlässliche Dienstpläne. Die Gewerkschaft vida mahnt endlich wieder ernsthafte Verhandlungen mit den vier zuständigen Gewerkschaften ein. „Es ist höchste Zeit, dass wir zu Ergebnissen kommen, die die Situation der Pflegenden wirklich verbessern“, ergänzt Markus Simböck, Fachbereichssprecher Gesundheit in der Gewerkschaft vida.

 

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