Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

Jugend fordert Maßnahmen statt Jammern

Unterstützung für die Jugend wäre sinnvoller als das Jammern über „zu wenige Schulabbrecher“

Kopfschütteln bei der Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) Oberösterreich hat ein Medienbericht ausgelöst, in dem die Präsidentin der Wirtschaftskammer OÖ, Doris Hummer, einen Mangel an Lehrlingen beklagt. Es gebe heuer corona-bedingt „zu wenige Schulabbrecher“ und mit 1160 offenen Lehrstellen in Oberösterreich im Juni würde „die Lücke größer“ werden.

„Das stimmt ganz einfach nicht. Im Vorjahr gab es im Juni definitiv mehr offene Lehrstellen, nämlich 1257. Diese Zahl ist größer, das sollte auch bei der Wirtschaftskammer bekannt sein“, so der ÖGJ OÖ-Vorsitzende Josef Rehberger. Er kann auch das Jammern über zu wenige Schulabbrecher überhaupt nicht nachvollziehen: „Wir stehen vor der Situation, dass allein in Oberösterreich im Juni fast 6000 Jugendliche unter 24 ohne Job gewesen sind. Sich da noch zu wünschen, dass möglichst viele Schulabbrecher hinzukommen sollen, ist eigentlich unglaublich.“

Die Gewerkschaftsjugend fordert statt Jammern und Ausreden endlich Maßnahmen für Jugendliche. Dazu zählen neben mehr Ausbildungsplätzen in staatlichen oder staatsnahen Betrieben mehr Geld für die überbetriebliche Lehrausbildung und ein Corona-Notausbildungsfonds, mit dem Betriebe, die trotz Krise ausbilden wollen, unterstützt werden.

 

Artikel weiterempfehlen