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Oberösterreich

vida: Besserer Schutz für Eisenbahn-Beschäftigte!

Woisetschläger: „Sparen darf nicht auf Kosten der Sicherheit gehen.“

Am Samstagvormittag wurde ein Lokführer der ÖBB von einem Fahrgast im Bahnhof St. Valentin zusammengeschlagen und musste daraufhin ins Kepler-Universitäts-Klinikum in Linz eingeliefert werden. Auf der Fahrt von Garsten nach Linz hatten Fahrgäste geraucht und der Lokführer wollte sie des Zuges verweisen, worauf er von einem jungen Mann attackiert wurde. Auch ein älteres Ehepaar, das helfen wollte, wurde von dem Täter angegriffen.

Lokführer war völlig alleine

„Solche Vorfälle sind unglaublich. Die MitarbeiterInnen im öffentlichen Verkehr müssen besser geschützt werden“, fordert der Landesvorsitzende der Gewerkschaft vida Oberösterreich, Helmut Woisetschläger. Durch das Spardiktat im Verkehrsdienstevertrag, der die Anzahl der MitarbeiterInnen im Zug regelt, war der Lokführer völlig alleine – ein Zugbegleiter ist in diesem Fall nicht vorgesehen. „Das Sparen darf nicht auf Kosten der Sicherheit der Beschäftigten gehen. Es braucht hier klare gesetzliche Regelungen“, sagt Woisetschläger und fordert eine Mehrfachbesetzung in jedem Zug.

Nur ZugbegleiterInnen dürfen Masken kontrollieren

Gerade in der aktuellen Corona-Situation, in der Mund-Nasen-Schutz (MNS) im Zug vorgeschrieben ist, sind Zugbegleiter unbedingt notwendig. Sie haben laut Beförderungsbestimmungen den Auftrag, den MNS zu kontrollieren und gegebenenfalls auch Strafen von bis zu 40 Euro auszusprechen oder Fahrgäste des Zuges zu verweisen. „Ein Lokführer kann bzw. darf das gar nicht machen und es sollte auch nicht seine Aufgabe sein“, sagt Woisetschläger.

Die Gewerkschaft vida setzt sich mit ihrer Kampagne „Tatort Arbeitsplatz“ gegen Gewalt am Arbeitsplatz in allen Ausprägungen ein. Mehr dazu gibt es auf der Webseite www.tatortarbeitsplatz.at.

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