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Vorarlberg
Bundespräsident Alexander Van der Bellen fordert Fall Qamar zu prüfen

Bundespräsident fordert Fall Qamar zu prüfen

ÖGB-Chef Loacker nach seinem Schreiben an Bundespräsident Van der Bellen: „Ich bin froh über die Unterstützung des Bundespräsidenten im Fall Qamar.“

Nachdem der als Lehrling in Lustenau tätige 26-jährige Qamar Abbas vergangene Woche von der Exekutive zur Abschiebung festgenommen wurde, hat ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit der Flüchtling aus Pakistan nicht abgeschoben wird. In einem Schreiben hat sich Loacker an Bundespräsident Alexander Van der Bellen gewendet und um Unterstützung gebeten. „Heute bekam ich die Nachricht aus dem Büro des Bundespräsidenten, dass er sich dem Fall angenommen hat“, zeigt sich Loacker hoch erfreut über die Rückendeckung. Sollten sich die Ungereimtheiten in dem Fall bestätigen, behält sich Loacker zudem rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen vor.

ÖGB-Landesvorsitzender Norbert Loacker hat sich seit dem Bekanntwerden der geplanten Abschiebung des Asylwerbers aus Pakistan vehement für den jungen Mann eingesetzt. „Es kann nicht sein, dass fleißige und integrationswillige Asylwerber jahrelang im Ungewissen gelassen werden und wenn sie sich ein soziales Umfeld geschaffen, die deutsche Sprache erlernt und eine Ausbildung angefangen haben, wie Schwerverbrecher behandelt und abgeschoben werden“, kritisiert Loacker das Vorgehen der Behörden in dem Fall massiv. Als letzte Möglichkeit, die Abschiebung zu verhindern, sah Loacker, den Bundespräsidenten einzuschalten: „Im Wissen, dass der derzeitige Innenminister nicht nachgeben wird, ersuche ich Sie, sich der Sache zeitnah und persönlich anzunehmen“, schrieb Loacker an Alexander Van der Bellen und weiter: „Sie sind für mich der wichtigste, derzeit einzige Ansprechpartner, diesem TUN des Herrn Kickl ein Ende zu setzen.“

Heute gab es die Antwort aus dem Büro des Bundespräsidenten: „Der Bundespräsident habe sich der Sache angenommen und Kontakt mit dem Innenministerium aufgenommen“, berichtet Loacker über die Informationen, die er auf sein Schreiben hin erhalten hat. Rechtlich seien dem Bundespräsidenten zwar die Hände gebunden, dennoch habe er die Forderung an die Behörden gerichtet, dass der Fall Qamar nochmals überprüft wird. „Ich danke Bundespräsident Alexander Van der Bellen zutiefst für seine Unterstützung!“

Weiters behält sich Loacker rechtliche Schritte gegen die Verantwortlichen des negativen Asylbescheids vor. „Es gibt einige Ungereimtheiten, die aufgeklärt gehören. So wurde im Bescheid etwa vermerkt, dass Qamar von seinem Arbeitgeber gekündigt worden sei, was schlicht und einfach nicht stimmt“, betont Loacker. Er hofft nun, dass durch die neuerliche Prüfung festgestellt wird, dass es sich bei Qamar Abbas um einen bestens integrierten jungen Mann handelt, dessen Abschiebung menschlich sowie ökonomisch völlig falsch wäre. „Ich möchte niemals mitverantwortlich sein, dass dieser junge Mann womöglich in einem pakistanischen Gefängnis zu Tode gefoltert wird!“

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