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Frauen

Frauentag: Diskriminierung hält an

Frau sein bedeutet: Weniger Einkommen, niedrige Pension und viel Gratisarbeit.

Für ein gutes Leben, für ein selbstbestimmtes Leben und für eine echte Wahlfreiheit – dafür kämpfen die ÖGB-Frauen. Sie fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit, ein Lohntransparenzgesetz, die volle gesetzliche Anrechnung der Karenzzeiten sowie einen Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind und auf Pflegekarenz und -teilzeit. Davon würden vor allem Frauen profitieren, die auch 100 Jahre nach der Einführung des Frauenwahlrechts in Österreich in vielen Bereichen benachteiligt sind.

Gratisarbeit, Altersarmut, Gewalt

Die Ungleichheit fängt mit der Lohndiskriminierung an und endet mit der Gewalt an Frauen. Nach wie vor verdienen Frauen in Österreich rund 20 Prozent weniger als Männer. Sie arbeiten überwiegend im Niedriglohnsektor, während sie bei Spitzenpositionen anstehen. Und sie geraten viel öfter in die Teilzeitfalle. Denn an ihnen bleiben Haushalt, Kinder und Pflege von Angehörigen auch heute hauptsächlich hängen. Mit einer Vollzeitbeschäftigung ist das für viele nur schwer unter einen Hut zu bringen. Am deutlichsten bekommen sie die Nachteile einer Teilzeitbeschäftigung und Niedrigeinkommen im Alter zu spüren. Dann heißt Frau sein auch arm sein: Frauen bekommen rund 42 Prozent weniger Pension und sind somit auch viel öfter von Altersarmut betroffen als Männer.

Geht es um Geld, macht das Geschlecht oft den Unterschied. Aber nicht nur dort. Auch bei sexueller Belästigung und Gewalt. Jede fünfte Frau in Österreich ist jeden Tag sexueller und/oder körperlicher Gewalt ausgesetzt. Europaweit ist es jede dritte Frau. Angegriffen und belästigt werden Frauen aber nicht nur zuhause und auf offener Straße, sondern auch am Arbeitsplatz. Eine Auswertung des Österreichischen Arbeitsklima Index der AK Oberösterreich zeigt, dass 56 Prozent der Arbeitnehmerinnen bereits schlechte Erfahrungen mit sexueller Belästigung durch männliche Kollegen, Chefs oder Kunden gemacht haben. 

Endlich für echte Wahlfreiheit sorgen!

Auch wenn sich seit der Einführung des Frauenwahlrechts viel getan hat, von einer echten Gleichstellung kann keine Rede sein. Der Kampf um Gleichberechtigung geht weiter. Ganz besonders in Zeiten, wo die Stimmen derjenigen immer lauter werden, die zurück wollen zum traditionellen Rollenbild mit der Aufgabenteilung: Frau am Herd, Mann in der Arbeit. „Wir schreiben das Jahr 2019 und Frauen wollen selbst entscheiden, wie sie ihr Leben gestalten, welche Lebensform sie wählen und wie sie Beruf und Familie vereinbaren“, betont Korinna Schumann, ÖGB-Vizepräsidentin und Frauenvorsitzende, anlässlich des Weltfrauentags 2019 und fordert die Politik auf, Frauen und ihre Anliegen endlich ernst zu nehmen und in den Fokus zu rücken. „Es ist die Aufgabe der Politik für geeignete Rahmenbedingungen zu sorgen, damit die Hürden für jene abgebaut werden, die Vollzeit arbeiten wollen, aber aus unterschiedlichsten Gründen nicht können. Wesentlich dabei ist, dass es ausreichend Betreuungsplätze sowohl für Kinder als auch pflegebedürftige Menschen gibt. Das wäre ein echter Schritt in Richtung echte Wahlfreiheit.“

ÖGB-Frauen ÖGB-Frauen fordern Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz und auf Pflegekarenz – und Teilzeit
Einkommensschere schließen

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