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Sterben für den Fußball

Von der Ausbeutung in Griechenland bis zur modernen Sklaverei in Katar

Beim diesjährigen "Welttag für menschenwürdige Arbeit" am 7. Oktober lag der Schwerpunkt auf zwei Ländern, Griechenland und Katar. Mit der "Klinik der Solidarität" wurde erneut auf die prekären Lebensbedingungen in Griechenland aufmerksam gemacht. Fehlende Krankenversicherung und zunehmende Armut sind die Konsequenzen der Krise in Griechenland. Die Leidtragenden sind keine anderen als die ärmsten Schichten der Bevölkerung und Kinder.

Der zweite Teil der Konferenz war der "Fußball WM 2022" in Katar gewidmet. Ramesh Badal (nepalesischer Gewerkschafter und Anwalt), Tim Noonan (Leiter der IGB „re-run the vote“ Kampagne), Abdeslam Ouaddou (das Gesicht der Katar Kampagne, Fußballer) und Gernot Zirngast (Vorsitzender der Fußballergewerkschaft) äußerten sich kritisch zu den Arbeitsbedingungen der Menschen in einem der reichsten Länder der Erde, Katar.

Sklavenähnliche Arbeitsbedingungen, Verletzungen von Arbeits- und Menschenrechten sind Alltag in diesem Land und das alles nur, um die größten und prunkvollsten Stadien der Welt zu errichten. Der Preis, den viele dafür zahlen, ist zu hoch. Laut offiziellen Berichten sind schon jetzt mehrere hundert Menschen während des Baus der Stadien ums Leben gekommen. Die Dunkelziffer ist bei weitem höher. Die katarische Regierung wie auch die FIFA dementieren diese Vorfälle.

Es ist an der Zeit zu handeln, die Augen zu öffnen, ein Zeichen zu setzen bevor es zu spät ist. Der Vorschlag von FIFA Chef Blatter zur Verlegung der WM 2022 in die Wintermonate ändert nichts an den Rechtsverletzungen, die dort begangen werden. Im Sport geht es um „Respekt, Fairness und die Würde des Menschen“, sagte Abdeslam Ouaddou während der Konferenz am 7.10.2013. Das betrifft nicht nur die Fußballspieler, sondern auch die nepalesischen Bauarbeiter, die in Katar beschäftigt sind.

Ein Appell zu einem kollektiven, solidarischen Handeln wurde an diesem Tag ausgesprochen. Es spricht nichts gegen die Austragung der Fußball-WM in Katar solange die Rechte aller geachtet werden. Die Neuvergabe des Austragungsortes kommt daher nur als letztes Mittel in Frage. Das Thema der Fußball WM in Katar weckte nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Medien großes Interesse. Diverse Radiosender, der ORF sowie zahlreiche Printmedien erstatteten ausführliche Berichte zu den Ereignissen in Katar.

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