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Mega-Geschäft „Streaming“ boomt auf Kosten der Musikschaffenden

InterpretInnen fordern faire Beteiligung

Die Gewinne der Musikindustrie steigen, vor allem durch Streaming - aber die große Mehrheit der MusikinterpretInnen wird an den Einnahmen aus Online-Verwertungen weiterhin nicht beteiligt.

   Während die Abgeltung der Leistungsschutzrechte bei Rundfunksendungen von Tonaufnahmen seit 50 Jahren gesetzlich geregelt ist, wird eine analoge Beteiligung an digitalen Übertragungen weiterhin auf die lange Bank geschoben. Die Initiative der österreichischen Ratspräsidentschaft, ein EU-weites Recht auf Leistungsschutz zu etablieren, ist vorerst gescheitert - nicht zuletzt am entschlossenen Widerstand der Onlinegiganten.

   "Unterhaltungskonzerne verdienen ausgezeichnet an der Internet-Vermarktung unserer künstlerischen Leistungen. Doch sie verweigern den Nebeninterpreten, die im Studio die Musik einspielen und einsingen, eine Abgeltung, wie sie bei Rundfunksendungen seit mehr als fünfzig Jahren üblich ist", erklärt Peter Paul Skrepek, Musiker und Interessenvertreter. "Wir fordern eine faire und angemessene Beteiligung!"

   Dazu wird ein Gesetz notwendig sein, weil die Musikindustrie mit dem Hinweis, durch die einmalige Bezahlung via Honorarnote alle zutreffenden Rechte erworben zu haben, Verhandlung mit den InterpretInnen ablehnt. "Mit Groschenbeträgen werden wir uns nicht zufriedengeben. Wir verlangen eine halbe-halbe Teilung der Einnahmen aus allen Online-Verwertungen", so Skrepek abschließend.

   Rund 500.000 InterpretInnen haben sich zu einer europäischen Plattform zusammengeschlossen, um dieser Forderung [Art. 14 der Richtlinie] Nachdruck zu verleihen. https://www.fair-internet.eu/

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