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Zugunfall/Niklasdorf: Gewerkschaft ruft Staatsanwaltschaft zur genauen Untersuchung der technischen Gegebenheiten auf der Strecke auf

Nicht bei Sicherheit sparen: vida-Blumthaler fordert Verbesserung der Eisenbahnsicherheit

Vor dem Hintergrund des heutigen „Kurier“-Artikels zum Zugunfall im obersteirischen Niklasdorf am 12. Februar 2018, weswegen sich der Triebwagenführer u.a. wegen grob fahrlässiger Tötung vor der Staatsanwaltschaft Leoben verantworten soll, fordert die Verkehrsgewerkschaft vida, die den betroffenen mit Rechtsschutz unterstützt, die Staatsanwaltschaft auf, in diesem Fall auch eine genaue Untersuchung der technischen Gegebenheiten auf der Unfallstrecke vorzunehmen.

„Organisationsänderungen, die zu Einsparungen von Personal am Zug führen, dürfen keinesfalls die Sicherheit des Verkehrsträgers Eisenbahn beeinflussen“, stellt Günter Blumthaler, Vorsitzender des Fachbereichs Eisenbahn in der Gewerkschaft vida, fest. „Auch wenn es den Anschein hat, dass der Zugbegleiter nur für die Einnahmensicherung am Zug ist, muss umso mehr darauf hingewiesen werden, dass er auch betriebliche Aufgaben in puncto Sicherheit hat und den Triebfahrzeugführer entlastet. So wird bei der Signalbeobachtung durch den Zugbegleiter ein 4-Augen Prinzip sichergestellt“, erläutert der vida-Gewerkschafter. 

Sicherungssysteme wie der 500 Hz Gleismagnet in Verbindung mit der entsprechenden Fahrzeugausrüstung (PzB 90 oder ETCS) tragen aufgrund der automatischen Kontrolle beim Bremsen des Zuges zu einer höheren Sicherheit für Fahrgäste und Beschäftigte bei. Umso mehr muss darauf geachtet werden, dass solche Systeme vor allem im zugbegleiterlosen Betrieb (0:0-Betrieb) verpflichtend vorgeschrieben werden. Im konkreten Fall Niklasdorf hätte ein 500 Hz-Magnet die Überfahrt des Signals korrigiert und somit den Unfall verhindern können, erläutert Blumthaler. Auch die Sicherheitsuntersuchungsstelle des Bundes hält in ihrem Bericht zum Unfall in Niklasdorf u.a. fest: „Die zusätzliche Absicherung mit 500 Hz-Magneten steigert das Sicherheitsniveau am Schienennetz, da mit einem vertretbaren Aufwand die Wahrscheinlichkeit von Kollisionen erheblich verringert werden kann.“

Die Gewerkschaft vida fordert seit langem, dass jeder Zug, der ohne derartige Systeme gesichert ist, von mindestens zwei Personen (TriebfahrzeugführerIn und ZugbegleiterIn) besetzt sein sollte, um damit die Sicherheit am Zug zu heben. Darüber hinaus setzt sich die Gewerkschaft für eine Verbesserung der technischen Sicherungssysteme im Eisenbahnbereich auf Basis der Eisenbahngesetzesnovelle ein. „Die Novelle soll noch dieses Jahr im Nationalrat beschlossen werden. Wir erwarten uns einen raschen Novellierungsprozess des Eisenbahngesetzes. Schließlich muss es unser aller Ziel sein, derartige Unfälle in Zukunft zu verhindern“, bekräftigt Blumthaler.

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