Zum Hauptinhalt wechseln
Glückliche Pensionist:innen gehen im Park spazieren
Das Pensionssystem in Österreich ist langfristig finanzierbar. Entscheidend sind gute Arbeit, faire Löhne und eine hohe Beschäftigung. Yakobchuk Olena – stock.adobe.com

Pensionssystem in Österreich: Warum deine Pension sicher ist

Höheres gesetzliches Pensionsalter, automatische Koppelung an die Lebenserwartung, Börsenrisiko: Welche Folgen diese Verschlechterungen hätten und worauf es für sichere Pensionen tatsächlich ankommt

Das Wichtigste in Kürze

  • Bis 2070 steigen die Pensionsausgaben nur leicht. Das österreichische Pensionssystem bleibt laut Prognosen langfristig finanzierbar. 
  • Ein höheres gesetzliches Pensionsalter schafft keine zusätzlichen Arbeitsplätze. Für viele Menschen bedeutet es längere Arbeitslosigkeit oder eine niedrigere Pension. 
  • Eine Pensionsautomatik blendet aus, wie unterschiedlich Gesundheit, Berufe und Lebenserwartung verteilt sind. 
  • Kapitaldeckung verlagert Risiken auf Beschäftigte und bringt zusätzliche Kosten. 
  • Nach den langfristigen Projektionen ist das Pensionssystem in Österreich stabil und sicher. Dafür braucht es nach wie vor gute Beschäftigung, faire Löhne und Arbeitsbedingungen, die Menschen bis zur Pension durchhalten. 

Ist das Pensionssystem in Österreich sicher? Ja. Die langfristigen Berechnungen zeigen: Von einem Zusammenbruch kann keine Rede sein. Die Ausgaben steigen zunächst, gehen später wieder zurück, bis sie sich auf einem etwas höheren Niveau einpendeln. Für sichere Pensionen zählen vor allem gute Beschäftigung und faire Löhne. Ebenso wichtig sind Arbeitsbedingungen, die es ermöglichen, gesund bis zur Pension zu arbeiten.

Was „sicher“ in diesem Artikel bedeutet

„Sicher“ heißt: Das österreichische Pensionssystem ist nach den vorliegenden Langfristprojektionen über Jahrzehnte finanzierbar und stabil. Als Umlagesystem ist es weniger von Schwankungen an den Aktienmärkten abhängig. Die individuelle Pension wird nach den jeweils geltenden gesetzlichen Vorgaben berechnet. Welche Regeln dabei zur Anwendung kommen, entscheidet jedoch der Gesetzgeber – und damit die Politik. Genau deshalb kommt es darauf an, Verschlechterungen zu verhindern.

Trotzdem werden Verschlechterungen diskutiert. NEOS schlagen seit August 2026 vor, das gesetzliche Pensionsalter schrittweise auf 67 Jahre anzuheben. Die Industriellenvereinigung fordert ebenfalls eine schrittweise Anhebung und eine stärkere Orientierung an der Lebenserwartung. Agenda Austria geht noch weiter: Das Antrittsalter soll ab 2028 um drei Monate je Jahrgang steigen, bis 68 Jahre erreicht sind, und danach automatisch an die Lebenserwartung gekoppelt werden.

All das sind politische Entscheidungen. Bezahlen würden sie vor allem Arbeitnehmer:innen. Besonders betroffen wären Menschen, die schwere Arbeit leisten.

Ist das österreichische Pensionssystem langfristig sicher?

Ja. Nach den langfristigen Projektionen bleiben die Pensionen in Österreich finanzierbar.

Der Ageing Report der Europäischen Kommission beziffert die gesamten Pensionsausgaben für 2022 mit 13,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). 2032 erreichen sie – aufgrund der Pensionierungen geburtenstarker Jahrgänge – vorübergehend 15,1 Prozent. Danach gehen sie allerdings wieder zurück; für 2070 werden 14 Prozent erwartet.

Pensionen bis 2070: Die wichtigsten Zahlen

  • 2022: 13,7 Prozent des BIP
  • 2032: vorübergehender Höchststand von 15,1 Prozent
  • 2070: 14 Prozent des BIP

Für 2070 liegt der Anteil damit gerade einmal 0,3 Prozentpunkte über dem Wert von 2022. Der zwischenzeitliche Anstieg hängt mit den geburtenstarken Jahrgängen zusammen, die in Pension gehen. Danach sinkt der Anteil an der Wirtschaftsleistung wieder.

Langfristprojektionen zeigen also: Die demografische Entwicklung macht das österreichische Pensionssystem nicht automatisch unfinanzierbar. Die langfristigen Prognosen zeigen, dass das öffentliche Pensionssystem stabil und finanzierbar bleibt.

ÖGB-Faktencheck

Die Alterung der Bevölkerung ist eine politische Aufgabe. Sie bedeutet aber nicht, dass das österreichische Pensionssystem unfinanzierbar wird.

Pensionsalter erhöhen in Österreich: Was dagegenspricht

Auf dem Papier wirkt ein höheres gesetzliches Pensionsalter einfach: länger arbeiten, länger Beiträge zahlen, kürzer Pension beziehen. In der tatsächlichen Arbeitswelt geht diese Rechnung allerdings nicht auf.

Ein höheres Pensionsalter schafft keine Arbeitsplätze

Länger arbeiten kann erstens nur, wer auch einen Arbeitsplatz hat. Genau hier liegt das größte Problem.

Der ÖGB-Realitätscheck zum höheren Pensionsantrittsalter zeigt, wie die Lage in den Betrieben aussieht:

  • Rund 30 Prozent der mittleren und größeren Betriebe beschäftigen niemanden über 60 Jahre.
  • Mehr als die Hälfte dieser Betriebe beschäftigt keine einzige Frau über 60.
  • Ein Drittel der Frauen wechselt aus Arbeitslosigkeit oder Krankheit in die Pension.
  • Nur sechs von zehn Beschäftigten glauben, ihren Beruf bis zur Pension durchzuhalten.
Anja Hafenscher, ÖGB-Expertin für Sozialrecht. ÖGB/ Harun Çelik
Wer das gesetzliche Pensionsalter erhöht, ohne Jobs für Ältere zu schaffen, sorgt dafür, dass Menschen länger arbeitslos statt länger beschäftigt sind.
Anja Hafenscher, ÖGB-Expertin für Sozialrecht

Ein höheres Pensionsalter führt deshalb auch nicht automatisch zu Einsparungen. Kosten können sich von der Pensionsversicherung in andere Bereiche wie Arbeitslosen- oder Krankenversicherung verschieben.

Das tatsächliche Pensionsantrittsalter steigt bereits

Schon jetzt gehen die Menschen in Österreich deutlich später in Pension als vor rund 25 Jahren.

Eine aktuelle AK-Auswertung zum tatsächlichen Pensionsantrittsalter in Österreich zeigt den Anstieg zwischen 2000 und 2025:

  • bei Männern von 58,5 auf 62,5 Jahre;
  • bei Frauen von 56,8 auf 60,9 Jahre.

Dazu kommt: Das gesetzliche Pensionsalter für Frauen wird seit 2024 schrittweise erhöht. 2026 beträgt es für die betroffene Geburtskohorte 61,5 Jahre; im Jahr 2033 liegt es für Frauen bei 65 Jahren.

Die entscheidende Frage ist also, ob ältere Menschen Arbeit finden und ob sie ihre Tätigkeit gesundheitlich bis zur Pension schaffen. Genau daran hapert es heute vielfach.

Eine Pension mit 67 wäre eine Kürzung

Wie groß der Effekt sein kann, zeigt ein konkretes Rechenbeispiel: Bei einer Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters auf 67 würde eine Person mit 40 Versicherungsjahren, 3.000 Euro Durchschnittsverdienst und einem Pensionsantritt mit 62 durch zwei zusätzliche Abschlagsjahre 218 Euro pro Monat verlieren.

Eine Anhebung des gesetzlichen Pensionsantrittsalters auf 70 Jahre, wie sie teilweise von Wirtschaftslobbyisten vorgeschlagen wurde, würde noch drastischere Konsequenzen für Arbeitnehmer:innen haben: Während eine Person, die heute mit 65 in Pension geht, die vollen Bezüge erhält, würde dieselbe Person, wenn sie nach einer Anhebung des Antrittsalters auf 70 mit 65 in Pension geht, in zwanzig Jahren 145.000 Euro verlieren.

ÖGB-Faktencheck

Ein höheres gesetzliches Pensionsantrittsalter bedeutet nicht automatisch längere Beschäftigung. Ohne gute Arbeitsplätze bedeutet es für sehr viele Arbeitnehmer:innen längere Arbeitslosigkeit oder eine niedrigere Pension.

Pensionsalter an Lebenserwartung koppeln: Warum das unfair wäre

Eine Pensionsautomatik erhöht das gesetzliche Pensionsalter, sobald die durchschnittliche Lebenserwartung steigt. Die Formel behandelt jedoch alle Menschen gleich, obwohl deren Lebens- und Arbeitsbedingungen sehr unterschiedlich sind.

Die Lebenserwartung ist sozial ungleich verteilt

Bildung, Einkommen, Beruf und Arbeitsbedingungen haben Einfluss darauf, wie lange Menschen leben.

Das zeigen Berechnungen der Statistik Austria zur Lebenserwartung nach Bildung: 35-jährige Männer mit Hochschulabschluss haben eine um fast sieben Jahre höhere Lebenserwartung als Männer mit höchstens Pflichtschulabschluss. Bei Frauen beträgt der Unterschied rund vier Jahre.

Menschen mit niedrigeren Einkommen arbeiten häufiger unter körperlicher Belastung, in Nachtdiensten oder unter starkem Zeitdruck. Auch gesundheitliche Belastungen sind ungleich verteilt. Eine automatische Formel bildet diese Unterschiede nicht ab.

Länger leben heißt nicht länger gesund arbeiten

Mehr Lebensjahre bedeuten nicht automatisch mehr gesunde Arbeitsjahre.

Eine Reinigungskraft, eine Pflegekraft oder ein Bauarbeiter leben statistisch gesehen länger als frühere Generationen. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass dieselben Personen bis 67 oder 70 gesund arbeiten können.

Frauen wären besonders betroffen

Frauen reduzieren oder unterbrechen ihre Erwerbsarbeit häufiger, weil sie Kinder betreuen oder Angehörige pflegen. Zugleich arbeiten viele von ihnen in schlecht bezahlten und belastenden Berufen.

Der Gender Pension Gap in Österreich liegt 2026 bei 39,4 Prozent. Ein automatisch steigendes Pensionsalter würde an den Ursachen dieser Lücke nichts ändern und bestehende Nachteile verlängern.

ÖGB-Faktencheck

Die durchschnittliche Lebenserwartung ist kein gerechtes Maß für das Pensionsalter. Besonders belastet wären Menschen, die früh zu arbeiten begonnen haben, schwere Arbeit leisten und im Durchschnitt kürzer leben.

Kapitalgedeckte Pension oder Umlageverfahren: Was ist sicherer?

Befürworter:innen einer Kapitaldeckung argumentieren, dass damit das öffentliche System entlastet werden würde. Die Kosten der Alterssicherung verschwinden dadurch allerdings nicht. Ein Teil des Risikos wandert zu den einzelnen Beschäftigten. Das funktionierende österreichische Modell mit seinem Umlageverfahren hingegen hat gegenüber kapitalgedeckten Systemen den großen Vorteil, dass es unabhängig von Aktien und Fonds ist und damit krisenfester ist.

So funktioniert das Umlageverfahren in Österreich

Im Umlageverfahren werden die heutigen Pensionen aus den laufenden Beiträgen von Beschäftigten und Unternehmen sowie aus Bundesmitteln finanziert.

Dabei werden auch Zeiten berücksichtigt, in denen Menschen nicht erwerbstätig sind, weil sie beispielsweise gesellschaftlich wichtige Aufgaben übernehmen:

  • Kindererziehung;
  • Pflege von Angehörigen;
  • Krankheit;
  • Arbeitslosigkeit;
  • Präsenz- und Zivildienst.
Das ist ein großer Vorteil: Das öffentliche System ist solidarisch und hängt weniger von Börsen, Aktienkursen oder Finanzkrisen ab.
Anja Hafenscher, ÖGB-Expertin für Sozialrecht

Das österreichische Pensionssystem sichert den Lebensstandard

Die Nettoersatzrate beschreibt, wie gut ein Pensionssystem den bisherigen Lebensstandard absichert. Verglichen wird dafür die erwartete Nettopension mit dem früheren Lebensnettoeinkommen.

Für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen weist die OECD für Österreich eine Nettoersatzrate von 86,8 Prozent aus. Damit zählt Österreich international zur Spitzengruppe und zeigt, dass das österreichische Pensionssystem eine hohe Absicherung bietet.

Bundesmittel für Pensionen: Warum sie kein „Pensionsloch“ füllen

Der Bund beteiligt sich an der Finanzierung der Pensionen. Diese Mittel werden häufig als „Pensionsloch“ bezeichnet. Das führt in die Irre.

Die Bundesmittel für das österreichische Pensionssystem sind seit jeher Teil der Finanzierung. Daraus werden auch gesellschaftlich und sozialpolitisch wichtige Leistungen bezahlt, die keine reinen Versicherungsleistungen sind, wie zum Beispiel Pensionsversicherungszeiten während Kindererziehung, Krankheit oder Rehabilitation sowie eine Aufstockung für sehr niedrige Pensionen.

Den größten Teil ihrer Pensionen finanzieren Arbeitnehmer:innen über ihre Beiträge selbst. Der Bundesbeitrag stellt diese Finanzierung auf eine breitere Basis.

ÖGB-Faktencheck

Bundesmittel sind kein Zeichen für ein „kaputtes System”, sondern gehören zur Finanzierung der Pensionen und sind international üblich.

Was der ÖGB fordert

Da unser Pensionssystem von hoher Beschäftigung, gesunden Arbeitnehmer:innen und guten Löhnen profitiert, fordert der ÖGB gute Jobs für ältere Arbeitnehmer:innen, einen wirksamen Gesundheits- und Arbeitnehmer:innenschutz, gute Einkommen und Verbesserungen in der Kinderbildung, Betreuung und Pflege.

Gute Jobs für ältere Arbeitnehmer:innen

Ältere Beschäftigte brauchen reale Chancen auf Arbeit. Unternehmen sollten endlich ihre wertvolle Berufserfahrung, hohe Sozialkompetenz und ausgeprägte Loyalität zu schätzen wissen. Es braucht:

  • alternsgerechte Arbeitsplätze;
  • Weiterbildung während des gesamten Erwerbslebens;
  • Schutz vor Altersdiskriminierung;
  • bessere Chancen für ältere Arbeitsuchende.

Ohne Arbeitsplatz kann kein Regelpensionsalter in Beschäftigung erreicht werden.

Gesunde Arbeit bis zur Pension

Viele Beschäftigte erreichen das Regelpensionsalter schon heute nicht gesund in ihrem Beruf. Der ÖGB fordert deshalb konkrete Verbesserungen:

  • wirksamen Gesundheits- und Arbeitnehmer:innenschutz;
  • ausreichend Personal und weniger Arbeitsdruck;
  • mehr Prävention und Rehabilitation;
  • Möglichkeiten zum Wechsel auf weniger belastende Tätigkeiten.

Ziel muss sein, dass Menschen ihren Beruf gesund bis zur Pension ausüben können. Niemandem ist geholfen, wenn Beschäftigte krank oder arbeitslos auf eine höhere Altersgrenze warten.

Gute Löhne und sichere Beschäftigung

Weil sich die Pensionsbeiträge nach dem Einkommen richten, erhöhen gute Löhne die Pensionen von Arbeitnehmer:innen. Die Lohnsteigerungen aller Versicherten fließen außerdem in die Aufwertungszahl ein, mit der sämtliche bisherigen Gutschriften am Pensionskonto jährlich erhöht werden. Zudem werden von höheren Löhnen höhere Beiträge eingezahlt, was die Finanzierung der Pensionsversicherung stärkt. Der ÖGB fordert:

  • starke Kollektivverträge;
  • höhere Reallöhne;
  • weniger prekäre Beschäftigung;
  • ausreichend Vollzeitstellen für Menschen, die mehr arbeiten wollen.

Steigen Beschäftigung und Einkommen, profitieren alle.

Kinderbildung, Betreuung und Pflege ausbauen

Viele Frauen arbeiten nicht aus freier Entscheidung in Teilzeit. Häufig fehlen passende Angebote für Kinderbildung, Betreuung oder Pflege.

Wie der ÖGB zeigt, ist Teilzeit für viele Frauen keine freie Lifestyle-Entscheidung. Deshalb braucht es:

  • einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbildungsplatz ab dem 1. Geburtstag des Kindes;
  • flächendeckende und leistbare Pflegeangebote;
  • bessere Öffnungszeiten;
  • einen Rechtsanspruch auf Aufstockung der Arbeitszeit;
  • höhere Löhne in frauendominierten Branchen.

Gute Arbeitsbedingungen und eine hohe Beschäftigung tragen mehr zur Finanzierung der Pensionen bei als eine weitere Anhebung des gesetzlichen Pensionsalters.

Erhalte jede Woche alle wichtigen Infos rund um die Arbeitswelt!
Jetzt Newsletter abonnieren!

Was daraus folgt: Das Pensionssystem in Österreich ist finanzierbar

Österreichs Bevölkerung wird älter, und die Politik muss damit umgehen. Die langfristigen Zahlen sprechen allerdings ganz klar für die Stabilität der gesetzlichen Pension.

Die Pensionsausgaben erreichen aufgrund der Pensionierungen geburtenstarker Jahrgänge vorübergehend einen höheren Anteil am BIP, gehen danach aber wieder nahezu auf das heutige Niveau zurück. Gleichzeitig steigt das tatsächliche Pensionsantrittsalter schon seit Jahren. Trotzdem finden viele ältere Menschen keinen Arbeitsplatz oder können ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht bis 65 ausüben. Daran muss endlich gearbeitet werden.

Ein gesetzliches Pensionsalter von 67 oder 70 würde diese Probleme nicht lösen, sondern verschärfen. Dasselbe gilt für eine automatische Koppelung an die Lebenserwartung oder eine kapitalmarktbasierte Finanzierung. Die negativen Folgen würden vor allem Arbeitnehmer:innen treffen.

Nach den langfristigen Projektionen ist das Pensionssystem in Österreich stabil und sicher. Dafür braucht es nach wie vor gute Beschäftigung, faire Löhne und Arbeitsbedingungen, die Menschen bis zur Pension durchhalten.

Häufige Fragen zum Pensionssystem in Österreich

Ist das österreichische Pensionssystem sicher?

Ja. Laut EU-Projektion bleiben die Pensionsausgaben bis 2070 weitgehend stabil. Über den gesamten Zeitraum ergibt sich nur ein leichter Anstieg.

Sind die Pensionen in Österreich bis 2070 finanzierbar?

Ja. Die EU-Projektion zeigt für die gesamten Pensionsausgaben 13,7 Prozent des BIP im Jahr 2022 und 14 Prozent im Jahr 2070.

Muss das Pensionsalter in Österreich auf 67 oder 70 steigen?

Nein. Ob das gesetzliche Pensionsalter steigt, ist eine politische Entscheidung. Fehlen Arbeitsplätze für Ältere, kann eine Anhebung längere Arbeitslosigkeit oder niedrigere Pensionen zur Folge haben.

Ist eine Koppelung an die Lebenserwartung gerecht?

Nein. Menschen mit niedrigen Einkommen, belastender Arbeit oder geringerer Bildung leben im Durchschnitt kürzer. Eine Anhebung des Pensionsalters trifft sie daher stärker.

Ist eine kapitalgedeckte Pension sicherer?

Nein. Erträge am Kapitalmarkt sind nicht garantiert. Im Gegenteil: schwankende Märkte, hohe Verwaltungs- und Veranlagungskosten sowie Inflation können die spätere Leistung schmälern. Das österreichische Modell mit seinem Umlageverfahren ist krisenfester.

Was stärkt das österreichische Pensionssystem langfristig?

Langfristig helfen vor allem eine hohe Beschäftigung und gute Löhne. Dazu kommen gesunde Arbeitsplätze, bessere Chancen für ältere Arbeitnehmer:innen sowie ausreichend Kinderbildungs-, Betreuungs- und Pflegeangebote.