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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Kinderbetreuung im Sommer

Berufstätige Eltern kämpfen mit Schließtagen, Öffnungszeiten und Kosten

Österreichweit gibt es große Unterschiede bei der Kinderbetreuung.

Mehr als 26 Tage hat ein Kindergarten in Österreich im Durchschnitt pro Jahr geschlossen. Rund die Hälfte der Schließtage fallen dabei in die Sommermonate Juli und August. Das stellt viele berufstätige Eltern österreichweit vor große Betreuungsprobleme. Gesteigert werden diese zusätzlich bei Schulkindern. Dann gilt es nämlich neun Wochen am Stück zu überbrücken.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie hängt auch von den Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen ab. Österreichweit sperren etwa 21 Prozent der Kindergärten vor 14 Uhr zu, nur einer von drei Kindergärten hat bis 17 Uhr oder länger geöffnet. Zwischen den Bundesländern gibt es große Unterschiede. Während in Wien 93 der Kindergärten um 17 Uhr oder später zusperren, sind in Vorarlberg und Tirol mehr als die Hälfte aller Kindergärten bereits nach 15 Uhr und in der Steiermark und in Oberösterreich nach 15.30 Uhr geschlossen.

ögb.at wollte wissen, wie Berufstätige Job und Kinder im Sommer trotz mangelnder Kinderbetreuung unter einen Hut bringen und hat Eltern von Wien bis Vorarlberg gefragt:

Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind

Um berufstätige Eltern zu entlasten, ist laut ÖGB-Vizepräsidentin Korinna Schumann ein rascher Ausbau der flächendeckenden Kinderbetreuungseinrichtungen dringend notwendig. „Ein Hauptgrund für Teilzeit von Frauen sind Kinder. Vor allem in ländlichen Regionen bleibt vielen aufgrund fehlender Kinderbetreuung und schlechter Infrastruktur oft keine andere Wahl, als in Teilzeit zu arbeiten – mit all den negativen Auswirkungen“, erklärt die ÖGB-Vizepräsidentin. Sie fordert zudem einen Rechtsanspruch auf einen Gratis-Kinderbetreuungsplatz für jedes Kind. Dieser würde Frauen eine echte Wahlfreiheit ermöglichen und Frauen könnten selbst entscheiden, wie viele Stunden sie arbeiten wollen.

Mehr Informationen:
Kindergärten müssen kostenlos werden
 

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