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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund
Gilt der AUA-Kollektivvertrag bald für alle Airlines?

Turbulenzen in der Luftfahrt

Wieder Betriebsversammlungen am Flughafen Wien ab nächster Woche

Der Konflikt um die Arbeitsbedingungen bei laudamotion geht weiter: die Beschäftigten haben ein Ultimatum des Mutterkonzerns Ryanair, um den Flugbetrieb profitabler machen zu können, abgelehnt. Kommende Woche gibt es weitere Betriebsversammlungen. Andere in Wien stationierte Billigairlines sind solidarisch – gemeinsam wird ein Branchen-KV gefordert.

Worum geht es bei laudamotion?

Die Geschäftsführung verlangt vom Betriebsrat Zustimmung zu Eingriffen in den geltenden Kollektivvertrag, was die Erhöhung der Zahl der Flugstunden betrifft, sowie grünes Licht für Verstöße gegen das österreichische Urlaubsrecht. Den Beschäftigten sollen nämlich „Zwangsurlaube“ angeordnet werden. Für den Fall der „Unwilligkeit“ ließ der Mutterkonzern durchklingen, dass polnische Piloten einsatzbereit wären. Eine Vorgangsweise, die an Erpressung grenzt. Im Rahmen erster Betriebsversammlungen informierten Betriebsrat und die Gewerkschaft vida deswegen am 7. August die Belegschaft.

laudamotion-Beschäftigte lehnen Ultimatum ab

„Die Beschäftigten haben bei diesen Betriebsversammlungen klar zum Ausdruck gebracht, dass sie sich das nicht gefallen lassen werden“, berichtet Betriebsratsvorsitzender Sandro Mayer. Das rechts- und sozialwidrige Ultimatum der Lauda-Geschäftsführung wurde mit großer Mehrheit abgelehnt.

Vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit fordert die Geschäftsführung zu konstruktiven Gesprächen auf Augenhöhe mit Betriebsrat und Gewerkschaft auf, um eine rechtskonforme, akzeptable Lösung zu finden: „Wir sind jedenfalls gesprächsbereit. Die Geschäftsführung kann aber vom Betriebsrat keine Zustimmung zu Forderungspunkten verlangen, zu denen er rechtlich in Österreich gar keine Möglichkeit hat.“

Drohen wirklich Streiks?

Weitere Betriebsversammlungen sollen bereits in der kommenden Woche stattfinden. Von einem Streik am Flughafen in der Ferienzeit, wie manche Tageszeitungen spekulieren, ist derzeit keine Rede. Gleichzeitig ist er in jedem Arbeitskampf das letzte Mittel. Fakt ist jedenfalls, dass die Vorgangsweise der Ryanair auch die Beschäftigten aller anderen in Wien stationierten Billigairlines alarmiert.

Der fehlende Branchen-Kollektivvertrag (KV) für die Luftfahrt führt nämlich zu Wettbewerbsverzerrungen und Ausbeutungen des Airline-Personals durch Lohn- und Sozialdumping, insbesondere im Low-Cost-Carrier-Bereich. Undurchsichtige Preisbildungen sind die Folgen für die KonsumentInnen, kritisiert die vida seit Monaten. „Es kann nicht sein, dass die Mitarbeiterinnen der Billigairlines Opfer des Preiskampfs in der Luftfahrt werden“, waren sich die BetriebsrätInnen nach einem Krisengipfel am Flughafen Schwechat einig.

WKÖ verweigert Verhandlungen für Branchen-KV

Die zuständigen Gewerkschaften erneuern deswegen ihre Forderung nach einem einheitlichen Branchenkollektivvertrag. Das wird aber möglicherweise eine lange Reise, bis jetzt verweigert die WKÖ nämlich Verhandlungen darüber.

AUA-KV demnächst für alle?

Als ersten Schritt, und das sehr kurzfristig, will die vida deshalb den wirtschaftlich stärksten Kollektivvertrag der AUA „satzen“ lassen. Diese Satzung würde bedeuten, dass die Regeln des AUA-KVs auch für „KV-freie“ Airlines sowie für jene, die wie laudamotion einen anderen KV haben, gelten. Der Antrag auf die Satzung wird demnächst beim Sozialministerium eingebracht.

Was bisher geschah: Krisengipfel am Wiener Flughafen (Artikel vom 7. August)

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