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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Keine Entspannung in der Luftfahrt

Forderung nach Branchen-KV bleibt aufrecht
Keine Entspannung in der Luftfahrt: Forderung nach Branchen-KV bleibt aufrecht Die Gewerkschaft vida hält an ihrer Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag fest.
Die Wirtschaftskammer verweigert aber Verhandlungen.
Die Solidarität der Beschäftigten und ihr Kampf gegen das rechts- und sozialwidrige Ultimatum der laudamotion-Geschäftsführung haben sich gelohnt. Der Konflikt um die Arbeitsbedingungen bei der Billigairline in Österreich ist vorerst bereinigt: Zwei Tage vor einem vom Mutterkonzern Ryanair gesetzten Ultimatum haben Betriebsrat und Unternehmen über strittige Arbeitszeit- und Urlaubsfragen eine Einigung erzielt. Die rund 30 Kündigungen von Piloten, mit denen der Mutterkonzern Ryanair für den Fall der Nichteinigung gedroht hatte, sind somit vom Tisch. Das Unternehmen habe in zwei wesentlichen Punkten nachgebessert, berichtet der Betriebsrat.
 
Von einer Entspannung in der Luftfahrt kann aber trotzdem keine Rede sein, erklärt Roman Hebenstreit, Vorsitzender der Verkehrs- und Dienstleistungsgewerkschaft vida. Im Kampf um mehr Fairness und bessere Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten aller in Österreich stationierten Fluggesellschaften hält die vida an ihrer Forderung nach einem Branchen-Kollektivvertrag fest. Die Wirtschaftskammer verweigert aber Verhandlungen für einen Branchen-KV mit dem Argument, dass viele Billigfluglinien ihn nicht akzeptieren und aus Wien abwandern würden.
 
Fehlender KV bringt Branche weiter unter Druck
 
„Die Wirtschaftskammer will einfach nicht verstehen, dass Airlines ohne Kollektivverträge die Lohn- und Sozialstandards in der gesamten Branche immer weiter unter Druck bringen. Was gerade bei der Ryanair-Tochter Lauda passiert ist, hat die Arbeitgebervertretung zugunsten ihrer Klientelpolitik offenbar bewusst ausgeblendet. Dabei ist es offensichtlich, dass die Konkurrenten ohne KV auch den Lohndruck auf jene Beschäftigten in Unternehmen mit KV und akzeptablen Arbeitsbedingungen immer mehr erhöhen“, erklärt Hebenstreit. Damit der erbitterte Preiskampf der Billig-Airlines auf Kosten der Bordbelegschaften endlich ein Ende findet, fordert die Gewerkschaft die WKÖ weiter zur Aufnahme von Sozialpartnerverhandlungen auf. 
 
Antrag auf Satzung des AUA-KVs
 
„In einem ersten Schritt hin zu einem Branchen-KV werden wir den AUA-KV bei der zuständigen Behörde im Sozialministerium zur Satzung einreichen, damit auch jene Airlines, die keine firmeninternen Kollektivverträge haben, wie etwa Level oder Wizz Air, dann diesen gesatzten KV anwenden müssen“, bekräftigt Hebenstreit. Die Regeln des AUA-KVs würden dann nicht nur für „KV-freie“ Airlines gelten sondern auch für jene, die wie laudamotion einen anderen KV haben.
 
Was bisher geschah: 

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