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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

Hungerlöhne bei Laudamotion

Sittenwidrige Vertragsklauseln und moralisch verwerfliche Vorgangsweise

Nächstes Kapitel im Arbeitskampf der Gewerkschaft vida mit Laudamotion: Nachdem die Geschäftsführung der österreichischen Raynair-Tochter vor wenigen Wochen die Gültigkeit der Betriebsratswahl angezweifelt hatte, sollen jetzt neue MitarbeiterInnen nur mehr befristet und zum Teil mit Gehältern unter 1000 Euro monatlich angestellt werden.

Neue Arbeitsverträge werden ausschließlich über eine Leiharbeitskonstruktion mit der „Crewlink Ireland Limited, Zweigniederlassung Österreich" angeboten und sehen teilweise ein All-in-Gehalt von 1.130,63 Euro brutto (995 Euro netto) vor. „Dieser Betrag liegt klar unter der Armutsgefährdungsschwelle. Damit kann man weder halbwegs vernünftig wohnen noch seinen Lebensunterhalt in einem würdigen Ausmaß bestreiten ", kritisiert Daniel Liebhart, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Luftfahrt. Der Gewerkschafter warnt potenzielle neue MitarbeiterInnen davor, diese neuen Dienstverträge zu unterschreiben, die auch sittenwidrige Klauseln zum Arbeitsort und weltweite Versetzungsmöglichkeiten beinhalten.

KV soll ausgehebelt werden

Mit dieser Vorgangsweise werde natürlich auch der seit Anfang August 2018 gültige Kollektivvertrag mit Laudamotion defacto ausgehebelt, erklärt Liebhart. Die Österreich-Niederlassung der Crewlink Ireland Limited gibt es nicht im österreichischen Firmenbuch, auch eine Gewerbeberechtigung als Arbeitskräfteüberlasser liegt nach Angaben des Onlineportals AviationNet nicht vor.

Airline setzt MitarbeiterInnen unter Druck

Der vida-Gewerkschafter wirft der Laudamotion außerdem eine moralisch verwerfliche Vorgangsweise vor: „Zusätzlich werden die FlugbegleiterInnen der aktuell laufenden Ausbildungskurse bei Laudamotion unter Druck gesetzt, solche Verträge zu unterschreiben: Wenn sie nicht unterzeichnen, stehen sie nach der Ausbildung ohne Job da. Viele sind für ihre Ausbildung extra nach Wien gezogen oder haben deswegen sonstige Unkosten auf sich genommen.“

Allen Gewerkschaftsmitgliedern steht die vida mit Rechtsschutz zur Seite, um Dienstverträge auf rechtswidrige Klauseln zu prüfen und diese vor Gericht zu bekämpfen.

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