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Diese HeldInnen sind für uns im Dauereinsatz

Das sind die Menschen, die unser System derzeit am Laufen halten

Es sind jene Menschen, die in „normalen“ Zeiten kaum beachtet werden, die angesichts der Coronakrise nun mit enormem Engagement für uns da sind. Sie sind es, die sich im Dauereinsatz um unser aller Leben kümmern – die einen sind sichtbar, die anderen wirken im Verborgenen. Wir holen einige dieser HeldInnen stellvertretend für Hunderttausende vor den Vorhang.

Bei CWS Workwear (Reinigung von Berufskleidung) ist Gisela Zipfinger Betriebsratsvorsitzende. Bei ihr herrscht im Moment eine besondere Stimmung: „Meine mehr als 50 Kolleginnen arbeiten mit Hochdruck um die Aufträge die hauptsächlich aus dem Bereich der Lebensmittelverarbeitung kommen, zu erledigen.“ Für die kommenden Tage wurde auch angekündigt, dass die ersten Schutzmasken zur Spezialreinigung ankommen. Alle sind mit einem enormen Engagement am Werk. „Und gleichzeitig wird verdrängt, dass es für Niemanden hier eine Zukunft gibt. Bereits vergangenen November wurde uns das Aus für Ende Oktober dieses Jahres angekündigt, am 1. Februar haben wir uns auf einen Sozialplan geeinigt.“ Befürchtungen des Betriebsleiters es könnten die Krankenstände steigen, sind nicht eingetroffen. Bei CWS Workwear (Reinigung von Berufskleidung) ist Gisela Zipfinger Betriebsratsvorsitzende.

Betriebsratsvorsitzender der Arbeiter und Angestellten der Wolford AG ist Herr Mathis. Derzeit sind alle Verkaufs-Shops geschlossen und deshalb ist die Produktion stark zurückgefahren worden und die Belegschaft ist in Kurzarbeit. Das Projekt von verschiedenen Firmen in Vorarlberg, schnell eine Schutzmaske zu produzieren haben wurde von den Entwicklern von Wolford gerne unterstützt. „So konnte eine Maske in sehr kurzer Zeit in Produktion gehen und als erstes gleich den Pflegeberufen zur Verfügung gestellt werden“, sagt Mathis. Das Echo auf die Schutzmasken Made in Vorarlberg, das aus der Bevölkerung kommt, ist sehr positiv. "Ein kleiner Beitrag in dieser schweren Zeit für alle die durch ihren unermüdlichen Einsatz für uns da sind. Daher: Zusammen halten, Abstand halten und bleibt gesund“, sagt er abschließend.  

Betriebsratsvorsitzender der Arbeiter und Angestellten der Wolford AG ist Herr Mathis

Erich Grall ist Betriebsratsvorsitzender von Berglandmilch. „Wir verarbeiten bzw. liefern rund 20 Prozent der Milch in Österreich“, schildert er. Hygiene spielt grundsätzlich eine wichtige Rolle, jetzt wurden noch zusätzliche Maßnahmen ergriffen. „Beispielsweise einen versetzten Schichtwechsel. So findet dieser nicht mehr Punkt 13 Uhr statt, sondern in Kleingruppen in Abständen von 15 Minuten“, erklärt Grall. Verschoben hat sich auch der Ansatz: „Während dieser im Bereich der Gastronomie klarerweise vollkommen eingebrochen ist, ist die Produktion von Haltbarmilch explodiert.“, sagt Grall. Dort wird nun rund um die Uhr gearbeitet.
„Vielleicht schaffen wir es auch, dass das Spielgeld der Hochfinanz in Zukunft für Soziales zur Verfügung steht, dann hätte das Virus sogar was Positives bewirkt“, bemerkt er.

Erich Grall ist Betriebsratsvorsitzender von Berglandmilch

Beim Arbeitsmarktservice (AMS) in Vorarlberg ist Kurt Götz Betriebsratsvorsitzender. “Unsere primäre Aufgabe ist derzeit die Existenzsicherung der arbeitslosen Menschen sicherzustellen und für die Betriebe die Kurzarbeit zu ermöglichen. Das sollte alles so rasch wie möglich gehen”, betont er. Der Aufgabenbereich seiner KollegInnen im Team habe sich durch die Krise verändert. Mit großem Einsatz und Flexibilität versuchen die KollegInnen nun den Menschen so gut es geht, zu helfen und ihre Sorgen zu lindern und deren Arbeitsplätze zu sichern. Damit auch während der Corona-Krise alles reibungslos funktioniert, wurde die Belegschaft in Homeoffice und in vor Ort in den AMS-Geschäftsstellen aufgeteilt. Die MitarbeiterInnen, die vor Ort arbeiten sind räumlich voneinander getrennt. Auch wurde ein entsprechender Notfallplan erstellt. Etwas ganz besonderes in den letzten Tagen war eine Aktion von Jugendlichen und Hausfrauen für alle Geschäftsstellen des AMS Vorarlberg: “Sie dankten uns für den Einsatz in dieser schwierigen Zeit mit selbstgemachten Süßigkeiten, aber auch pikanten Leckereien”, erzählt Götz. 

Beim Arbeitsmarktservice (AMS) in Vorarlberg ist Kurt Götz Betriebsratsvorsitzender.

Als Betreuerin von Schwerstbehinderten und freiwilligen HelferInnen beim Roten Kreuz kann auch Julia Schwarz aus erster Hand berichten. “Aktuell sieht mein Alltag so aus, dass ich nahezu täglich 12-Stunden als freiwillige Mitarbeiterin in der Leitstelle des Ärztefunkdienstes unterstütze und dort helfe die Einsätze zu koordinieren.” Aufgrund der Ausnahmesituation ist sie auf Bereitschaft. Seit 6 Jahren schon ist sie bereits freiwillig in einer Rot-Kreuz-Jugendgruppe und auch im Rettungsdienst tätig. “Ein ganz besonderer Moment war, als ich kürzlich ein persönliches DANKE in Form von Pralinen eines Kunden erhalten habe”, schildert sie. “Auch wenn es für mich ganz selbstverständlich ist, dass ich das Rote Kreuz noch mehr als sonst unterstütze, ist es trotzdem schön, wenn sich jemand so persönlich und von Herzen bedankt.” 

Als Betreuerin von Schwerstbehinderten und freiwilligen HelferInnen beim Roten Kreuz kann auch Julia Schwarz aus erster Hand berichten

Als Fahrradbotin und Betriebsrätin bei Mjam/Foodora ist Adele Siegl oft draußen auf den Straßen unterwegs: „Momentan ist es bei uns aber relativ ruhig. Die Restaurants haben geschlossen. Nur wenige bieten einen Lieferservice an”, sagt sie. Das kann sich aber jederzeit ändern. Vorbereitet sind sie. Bei der Übergabe der Lieferung gibt es strenge Regeln: “Es ist klar definiert, wo wir den Behälter angreifen dürfen und wo die KundInnen”, schildert sie. “Es gelten auch zwei Meter Abstand. Äußerste Vorsicht gilt auch bei der Barzahlung.“ 

Bei Goodmills-Österreich ist Anton Kazda Betriebsratsvorsitzender. “Wir produzieren inzwischen in vielen Sonderschichten rund um die Uhr, um die Verfügbarkeit von Mehl sicherzustellen”, sagt er. Hinzu kommen Lieferungen, die er und sein Team auch früh Morgens und auch Sonntags ausliefern müssen. “Deshalb ersuche ich bei den Anrainern der Geschäfte und Bäckereien um Verständnis, da anders die Versorgung nicht zu schaffen ist”, sagt er. Die anfallende Mehrarbeit ist freiwillig und gemeinsam mit der Geschäftsführung wird darauf geachtet, dass niemand zu viele Sonderschichten abbekommt. Untereinander wird fast ausschließlich per Handy und Festnetztelefon kommuniziert. “Von der Geschäftsführung haben wir einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro bekommen. Und kürzlich wurden wir an einem Tag von einem Wiener Haubenrestaurant mit Essen versorgt. Das hat geschmeckt.”  

Bei Goodmills-Österreich ist Anton Kazda Betriebsratsvorsitzender

Gregor Grill ist Betriebsratsvorsitzender der Firma DCC-Transport. “Innerhalb kurzer Zeit müssen wir rund 10 Millionen Liter Heizöl vor allem an Haushalte liefern. Auch in der Corona-Krise wollen die Menschen ihre Heizöltanks gefüllt haben, noch dazu wo es aktuell sehr günstig ist”, sagt er. Dazu kommt, dass einige Kollegen aus Altersgründen sicherheitshalber vom Dienst freigestellt sind. Bei der Zustellung gilt höchste Vorsicht, kein Kontakt mit den KundInnen. Der Zeitpunkt der Zustellung wird telefonisch angekündigt, der Lieferschein braucht nicht unterschrieben werden. “Die Kollegen tun alles damit auch für die nächste Heizsaison bestens versorgt sind. Wir schaffen das”, fügt er an.

Gregor Grill ist Betriebsratsvorsitzender der Firma DCC-Transport

„Die Arbeit ist mehr geworden, da wir inzwischen auch wieder die Werbeprospekte zu verteilen haben. Dazu kommt, dass beispielsweise bei amtlichen Schriftstücken besondere Vorsichtsmaßnahmen gelten“, schildert Michael Wächter, Briefträger und Personalvertreter, seinen Alltag. Keine persönliche Übergabe und keine Übernahmebestätigung per Unterschrift, das ist die sogenannte kontaktlose Zustellung. Im Moment, erzählt Wächter, sei ein großer Zusammenhalt zu spüren: „Ich habe es schon erlebt, dass die BewohnerInnen eines Gemeindebaues mich mit Applaus empfangen haben, ein andermal wurde ich per Megafon-Durchsage begrüßt.“ An den Briefkästen kann er regelmäßig Danksagungen lesen, als Geschenk gibt es manchmal auch Desinfektionsmittel oder gar Klopapier. Ein mulmiges Gefühl um die eigene Sicherheit und jene der Familie schwingt bei Wächter  trotzdem mit.

Michael Wächter, Briefträger und Personalvertreter

Die Betriebsrätin und Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft „vida“, Monika Rosensteiner, schildert ähnliches: „Reinigungskräfte leisten nicht nur in der aktuellen Krisensituation einen enorm wichtigen Beitrag zum Funktionieren unseres Alltags.“ Besonders gefordert sind Rosensteiners KollegInnen im Moment im Gesundheitsbereich, aber nicht nur dort. Strengste Hygienevorschriften sind einzuhalten, dazu kommt auch der Selbstschutz. Viele Reinigungskräfte mussten in den vergangenen Tagen auch den Gang zum AMS antreten. Rosenberger sagt: „Viele Auftraggeber haben die Verträge gekündigt und haben uns damit den Weg in die Kurzarbeit versperrt.“ Vor allem wünscht sie sich, dass die Arbeit ihrer KollegInnen auch nach der Krise geschätzt wird. Als Wertschätzung erwartet sich eine Sonderzahlung.

Betriebsrätin und Vorsitzende des Fachbereichs Gebäudemanagement in der Gewerkschaft „vida“

Für die Assmannmühlen ist Karl Steinbacher Betriebsrat. In der Produktion, aber auch im Büro herrscht höchste Sicherheitsstufe, erklärt er. „Der Schichtwechsel ist so organisiert, dass es zu keinem Kontakt der einzelnen Arbeitsgruppen kommt. Der Direktverkauf findet ausschließlich digital statt. Bezahlung mit Bankomat, Lieferscheine auf Papier gibt es nicht mehr“, führt er fort. Auch bei den Lieferungen an die Bäckereien und dem Handel ist alles so organisiert, dass es zu keinem menschlichen Kontakt kommt. Unter der Belegschaft herrscht großer Zusammenhalt.  Man geht gemeinsam durch die Krise. Steinbacher sagt: „Jeder springt für den anderen ein, wenn es notwendig ist, wird nicht lange gefragt und weitergearbeitet.“

Für die Assmannmühlen ist Karl Steinbacher Betriebsrat

Wolfgang Straßer ist Betriebsrat bei einer Securityfirma und aktuell täglich im Einsatz beim LKH Klagenfurt: „Viele KollegInnen haben jetzt andere Einsatzgebiete, beispielsweise statt Portierdienst stehen sie mittlerweile als Kontrolleure bei den Eingängen von Krankenhäusern, Supermärkten oder Banken.“ Mundschutz und regelmäßiges desinfizieren sind Standard. „Ich erlebe bei der Eingangskontrolle immer wieder vollstes Verständnis. Wir haben dabei einen klaren Auftrag, wen wir hineinlassen dürfen und wen nicht“, schildert Straßer. Spielraum gibt es da nicht. In diesen Zeiten wird näher zusammengerückt: „Ich bekomme immer wieder Tee oder Kaffee vom Krankenhauspersonal gebracht. Einfach eine wohltuende Geste.“ Sein Wunsch an die Verantwortlichen ist einfach aber klar: „Ich wünsche mir für die KollegInnen in die nun in diesen Bereichen Dienst machen einen leichteren Zugang zur Testung, es würde das Sicherheitsgefühl heben.“

Wolfgang Straßer ist Betriebsrat bei einer Securityfirma und aktuell täglich im Einsatz beim LKH Klagenfurt

Auch bei Werner Tauchner, Betriebsrat bei der Bäckerei Ankerbrot, ist der Pandemieplan in Kraft. Dieser wurde bereits seit Mitte Februar aktiviert und damit die ohnedies schon strengen Hygiene- und Schutzmaßnahmen im gesamten Betrieb nochmals verschärft. So wurde beispielsweise die Belegschaft in Schichten eingeteilt, die sich nicht überschneiden dürfen: „Damit haben wir ein Optimum an Vorkehrungen zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleistet und stellen gleichzeitig die Versorgung mit Brot und Gebäck für unser Land sicher“, berichtet Tauchner. An die KundInnen spricht Tauchen besonderen Dank für die Treue und gleichzeitig für die Disziplin gegenüber seinen MitarbeiterInnen aus: „Damit meine ich, dass sie den Mindestabstand einhalten, geduldig sind und so oft wie möglich bargeldlos bezahlen um unser Team und auch sich bestmöglich zu schützen.“

Als Zulieferer für Fleisch und Wurstwaren ist die Firma „Radatz“, wo Robert Schwarzbauer Betriebsratsvorsitzender ist, für den Handel  mitverantwortlich, dass es in den Geschäften ausreichend Ware gibt. „Meine KollegInnen waren teilweise rund um die Uhr im Einsatz. Es gibt strikte Eingangskontrollen und strenge Regeln zur Desinfektion, die KollegInnen wurde dafür auch in Sachen Coronavirus eingehend geschult“, berichtet Schwarzbauer. In der aktuellen Situation müssen alle zusammenstehen. Dieser Zusammenhalt ist derzeit auch spürbar, betont Schwarzbauer. „Ich wünsche mir, dass unsere KundInnen, aber auch alle anderen Menschen, nachher niemand vergisst wie gut es durch das überragende Engagement so gut funktioniert hat.“

Robert Schwarzbauer ist BR-Vorsitzender der Arbeiter bei der Firma Radatz Fleisch und Wurstwaren

Bei den sogenannten systemerhaltenden Betrieben, wie die Firma Mars-Tiernahrungsproduktion, ist Julius Mayer Betriebsratsvorsitzender: „Da hat sich nun viel geändert. „Nicht nur, dass mehr produziert werden muss, es gibt auch genaue Zugangskontrollen.“ Gleich beim Betreten der Produktionsstätte wird bei allen KollegInnen die Temperatur gemessen. Es gibt einen Seuchenteppich und eine strikte Trennung von den LKW-Fahrern. „So stellen wir sicher, dass auch die Hunde und Katzen bestens versorgt sind. Für mich sind meine KollegInnen wahre HeldInnen“, unterstreicht Mayer. „Wenn ich darüber rede was sie in den vergangenen Wochen geleistet haben, kommt mir die Gänsehaut. Auch wenn es nur um Hund- und Katzenfutter geht, sie sind mit vollem Einsatz dabei. Ich bin stolz darauf ihr gewählter Vertreter zu sein“, unterstreicht er.  

Julius Mayer ist BR-Vorsitzender der Firma Mars, Tiernahrungsproduktion

Florian Magele ist Pfleger der interdisziplinären Intensivstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz. Für ihn ist der starke Zusammenhalt im Team täglich spürbar: „Wir treffen Vorbereitungen, besprechen die Situation, halten einander auf dem Laufenden. Wir versuchen uns so gut wie möglich auf die nächste Zeit einzustellen“, erzählt er. Von der Bevölkerung erwartet er sich, dass die angeordneten Maßnahmen auch weiterhin strikt eingehalten werden „damit wir alle PatientInnen möglichst gut versorgen können“.

Florian Magele ist Pfleger der interdisziplinären Intensivstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder in Graz.

Auch Sabine Gabath, Betriebsrätin bei den Salzburger Landeskliniken (SALK), erzählt vom enormen Zusammenhalt der KollegInnen. Die Landeskliniken wurden aufgrund der aktuellen Situation komplett neu organisiert, in kürzester Zeit wurde eine eigene Corona-Station geschaffen. „Das Engagement der KollegInnen ist bewundernswert“, berichtet Gabath, „viele melden sich freiwillig, auf der Corona-Station zu arbeiten.“

Auch Sabine Gabath, Betriebsrätin bei den Salzburger Landeskliniken (SALK), erzählt vom enormen Zusammenhalt der KollegInnen

Wie wichtig es im Krankenhaus ist, dass alle die Hygienevorschriften einhalten, betont Monika Schnabel, Serviceassistentin im AKH Wien: „Wenn ich die Geräte oder beispielsweise die Tische reinige, achte ich noch viel mehr auf die Hygiene. Das steht für uns alle jetzt an oberster Stelle. Dazu kommt zusätzlich: Abstand halten. Ich wünsche mir, dass unsere PatientInnen alle Vorgaben einhalten, um diese außergewöhnliche Situation bestens zu meistern. Jetzt ist eben jeder Tag ein ganz Besonderer, und jeder Tag ist wieder anders, da sich alles in einer nie dagewesenen Schnelligkeit ändert.“

Wie wichtig es im Krankenhaus ist, dass alle die Hygienevorschriften einhalten, betont Monika Schnabel, Serviceassistentin im AKH Wien

Enorme Leistungen im Supermarkt

Aus dem Lebensmittelhandel berichtet Claudia Slezak, Betriebsratsvorsitzende von Merkur: „Meine KollegInnen leisten noch immer mit unglaublichem Engagement und unter Hochdruck ihre Arbeit. Dafür gebührt jedem einzelnen mein großer Dank!“ Dass dank Gewerkschaft die Öffnungszeiten verkürzt wurden, erleichtert die Situation.

An alle KundInnen richtet sie die Bitte: „Bitte halten Sie zu unseren KollegInnen in den Märkten – den tollen Menschen, die unsere Versorgung sichern – einen gebührenden Abstand.“

Aus dem Lebensmittelhandel berichtet Claudia Slezak, Betriebsratsvorsitzende von Merkur

„Kaufen Sie überlegt und ruhig ein, wir liefern ausreichend und rechtzeitig nach“, lautet daran anschließend der Appell von Manuel Pospisil, Vorsitzender des Arbeiterbetriebsrats bei Lidl. „Meine KollegInnen leisten momentan Enormes – mit viel Engagement.

Neue Situation im Kindergarten

Pia Berendi ist Kindergartenpädagogin in Wien. Normalerweise sind mehr als 50 Kinder im Kindergarten, aktuell sind es zwei Kinder, deren Eltern in einem sogenannten systemerhaltenden Betrieb arbeiten. „Wir halten uns bei der Betreuung so wie alle anderen an die Verhaltensregeln“, erzählt Berendi. „Allerdings, wenn die Kinder beispielsweise weinen oder Hilfe beim Nasenputzen brauchen, sorgen wir uns liebevoll um sie.“ Alle Kinder wurden vorher auf die Situation kindgerecht vorbereitet – anders als die PädagogInnen: „Für uns ist alles völlig neu, wir konnten uns darauf nicht vorbereiten.“

Neu ist die Situation auch für Silvia Zeller, Sozialarbeiterin und Betriebsrätin beim Fonds Soziales Wien. Sie arbeitet im Übergangswohnheim für wohnungslose Männer. Derzeit ist sie allerdings nur einen Tag pro Woche im Obdach, die restlichen Arbeitstage ist sie per Home-Office im Einsatz. „Die Männer verhalten sich vorbildlich und sind über alle Empfehlungen sehr gut informiert“, erzählt Zeller. Jedoch werde die Arbeit aktuell auf das Nötigste reduziert, um den Betrieb trotz geringer Personalbesetzung für die Kunden aufrechtzuerhalten und auch um für etwaige Notfälle einsatzbereit zu sein.

Neu ist die Situation auch für Silvia Zeller, Sozialarbeiterin und Betriebsrätin beim Fonds Soziales Wien

Bei der Österreichischen Telekom sind die KollegInnen von Harald Richter, Personalvertreter, trotz den schweren Zeiten weiterhin guter Dinge und für die KundInnen im Einsatz. „Manchmal auch zu Menschen, die infiziert und in Quarantäne sind. Wir sind einfach davon überzeugt, dass gerade auch diese Mitmenschen eine funktionierende Verbindung nach außen brauchen“, betont Richter. Als Personalvertretung werden Desinfektionsmittel und Gesichtsmasken besorgt, um die MitarbeiterInnen bei ihrer Arbeit zu unterstützen. An die KundInnen richtet Richter den Appell: „Haltet euch bitte an die Vorgaben der Bundesregierung und schützt euch und unsere A1-TechnikerInnen vor einer Ansteckung. Nur so können wir euch auch weiterhin unterstützen!“

Harald Richter ist Personalvertreter bei A1-Telekom

Eine ebenso intensive Zeit erlebt auch Armin Eberhard, der bei Hermes Pharma als Betriebsrat tätig ist: „Als Pharmaunternehmen haben wir einen sehr großen Auftragseingang bei Arzneimittel aber auch bei Nahrungsergänzungsmittel.“
In der Produktion sind vier Gruppen geschaffen worden: Zwei Gruppen Frühschicht, zwei Gruppen Nachmittagschicht mit versetzten Arbeitszeiten und Pausenzeiten. Die Gruppen haben keinen Kontakt zueinander. Auch im Labor wird nun im Schichtbetrieb gearbeitet. Eberhardt sagt:
„Für die KollegInnen die Kinder zu betreuen haben wurden individuelle Lösungen gefunden. Wir tun alles, damit die Versorgung der Bevölkerung weiter gewährleistet bleibt.“

Armin Eberhard ist Betriebsrat bei Hermes Pharma

Wir sagen Danke

Ihnen allen gehört jetzt unser Dank. Und nach der Krise werden wir dafür sorgen, dass ihr zentraler Beitrag für die Gesellschaft nicht vergessen werden. So viel Einsatz und Engagement muss belohnt werden.

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