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Finanzielle Unabhängigkeit ist bestes Mittel, um Gewalt zu entkommen

ÖGB-Frauen unterstützen internationale Kampagne gegen Gewalt an Frauen und Mädchen

20 Prozent aller österreichischen Frauen ab 15 Jahren waren bereits von körperlicher und/oder sexueller Gewalt betroffen – das ist jede fünfte Frau in Österreich. Die Corona-Pandemie verschärft die Situation jetzt zusätzlich. Die ÖGB-Frauen fordern mehr finanzielle Unterstützung für Frauen, um Aggression und Gewalt leichter entkommen zu können, und mehr Geld für Frauenhäuser und Frauenberatungsstellen.

16 Tage gegen Gewalt

Am 25. November ist der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Aus diesem Anlass gibt es jedes Jahr die UN-Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“, an denen sich die ÖGB-Frauen auch im Jahr 2020 wieder beteiligt. Als Zeichen der Solidarität wird die Aktionsfahne am ÖGB-Gebäude in Wien gehisst und 16 Tage lang, vom 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte, auf der Facebook-Seite von ÖGB-Vizepräsidentin und -Frauenvorsitzender Korinna Schumann auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht.

UnterstützerInnen:

  • Peter Eder, ÖGB-Landesvorsitzender Salzburg 

  • Hermann Lipitsch, ÖGB-Landesvorsitzender Kärnten

  • Johann Kalliauer, ÖGB-Landesvorsitzender Oberösterreich

  • Horst Schachner, ÖGB-Landesvorsitzendes Steiermark

  • Philip Wohlgemuth, ÖGB-Landesvorsitzender Tirol 

  • Markus Wieser, ÖGB-Landesvorsitzender Niederösterreich

  • Reinhard Stemmer, ÖGB-Landesvorsitzender Vorarlberg

  • Erich Mauersics, ÖGB-Landesvorsitzender Burgenland

  • Barbara Teiber, Bundesvorsitzende GPA

  • Roman Hebenstreit, Bundesvorsitzender vida

  • Rainer Wimmer, Bundesvorsitzender PRO-GE

  • Christian Meidlinger, Bundesvorsitzender younion

  • Josef Muchitsch, Bundesvorsitzender Bau-Holz

  • Helmut Köstinger, Bundesvorsitzender GPF

  • Susanne Hofer, Bundesjugendvorsitzende

Häusliche Gewalt steigt

Die Corona Pandemie lässt die Gewalt aktuell nach oben schnellen, denn die Ausgangsbeschränkungen führen dazu, dass Paare und Familien sehr viel Zeit auf engstem Raum verbringen – diese Ausnahmesituation ist eine massive Belastungsprobe. Die Anrufe bei Gewaltschutzhotlines sind seit Beginn des Lockdowns im März um fast 40 Prozent angestiegen.

Die ÖGB-Frauen fordern daher eine Aufstockung der finanziellen Mittel für Frauenhäuser, Gewaltschutzzentren und Frauenberatungsstellen. „Frauen brauchen eine klare Anlaufstelle, wir dürfen sie jetzt nicht mit ihren Ängsten und Sorgen alleine lassen,“ betont auch Korinna Schumann.

„Nur wer finanziell unabhängig ist, hat eine Chance, Gewalt und Aggression zu entkommen."Korinna Schumann

Höhere Einkommen für ein gewaltfreies Leben

Von Gewalt betroffen sind vor allem Frauen, die ein niedriges oder gar kein eigenes Einkommen haben und daher finanziell von ihrem Partner abhängig sind. „Nur wer finanziell unabhängig ist, hat eine Chance, Gewalt und Aggression zu entkommen“, so die ÖGB-Vizepräsidentin. Die ÖGB-Frauen setzen sich daher dafür ein, dass Frauen und Mädchen sicher, selbstbestimmt und unabhängig leben können. Dafür braucht es mehr Vollzeitarbeitsplätze, höhere Einkommen und einen Ausbau der Kinderbetreuungsangebote.

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