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Gewalt hat viele Gesichter

Zuhause, in der Freizeit, in der Arbeit – Gewalt zieht sich quer durch alle sozialen Schichten

Viele Menschen denken beim Thema Gewalt zunächst an sichtbare körperliche Verletzungen. Doch neben körperlicher Gewalt sind auch psychische und sexualisierte Gewalt weit verbreitet. Besonders gefährdet sind Frauen – etwa 20 Prozent aller Frauen in Österreich sind mindestens einmal in ihrem Leben von Gewalt betroffen. Sie geschieht quer durch alle sozialen Schichten – zuhause, am Arbeitsplatz, in der Schule, auf der Straße, beim Sport oder im Internet.

Gewalt am Arbeitsplatz ist weit verbreitet

Laut einer Eurofond-Studie waren knapp 20 Prozent der ÖsterreicherInnen in ihrem Arbeitsleben bereits mehr als einmal mit „negativem Sozialverhalten“ am Arbeitsplatz konfrontiert. Die Formen von Gewalt im Job sind unterschiedlich, sie reichen von Stalking über Beschimpfungen, Beleidigungen, Mobbing bis zum Anspucken oder zur Drohung. Gerade psychische bzw. emotionale Gewalt ist teils schwer zu fassen, da seelische Wunden im Gegensatz zu körperlichen nicht sichtbar sind. Die Folgen sind meist langfristig und zum Teil fatal. Sie reichen von Krankenständen oder Burn Out bis hin zum Berufsausstieg.

Dienstleistungsberufe am häufigsten betroffen

Die Branchen, in denen Beschäftigte am häufigsten mit Gewalt konfrontiert sind, betreffen den Dienstleistungssektor – konkret: den öffentlichen Verkehr, die Gastronomie sowie Gesundheits- und Pflegeberufe. Betroffene aus letztgenanntem Sektor berichten von körperlichen Übergriffen und verbalen Attacken, die meist von PatientInnen und deren Angehörigen ausgehen. Aber auch im Handel und im Öffentlichen Dienst kommt es zu Gewalt von KundInnen. Mehr als die Hälfte aller weiblichen Beschäftigten war schon einmal sexuellen Übergriffen oder unangemessenen Annäherungsversuchen am Arbeitsplatz ausgesetzt.

Arbeitgeber in der Pflicht

Arbeitgeber bzw. Führungskräfte sind dafür verantwortlich, dass ein respektvolles Arbeitsklima in ihrem Betrieb herrscht. Es braucht daher das klare Signal der Unternehmensleitung, dass sexuelle Belästigung und andere Arten von Gewalt nicht toleriert werden.

In der Praxis haben allerdings viele ArbeitnehmerInnen diese Probleme mit ihren Führungskräften. Laut einer Stepstone-Umfrage ist fast die Hälfte aller ÖsterreicherInnen unzufrieden mit ihren Vorgesetztent. Beinahe 50 Prozent von ihnen hat sogar schon einmal wegen dem Chef oder der Chefin den Job gekündigt. Jede bzw. jeder Fünfte landet aufgrund der schlechten Beziehung mit der Führungskraft sogar im Bore- oder Burnout beziehungsweise muss psychologische Hilfe in Anspruch nehmen.

ÖGB Chancen Nutzen Büro

Das ÖGB Chancen Nutzen Büro berät Betriebe, Betriebsräte und Einzelpersonen in Sachen Antidiskriminierung, Gewaltprävention und vielem mehr:

- Prävention von Gewalt und Mobbing am Arbeitsplatz
- Antidiskriminierung: Gleichbehandlungs- und Behindertengleichstellungsrecht
- Beschäftigung von Älteren, chronisch Kranken und Menschen mit Behinderung
- Gender Mainstreaming und Diversity Management
- Wegweiser durch Institutionen und Behörden

Die Angebote sind österreichweit kostenlos und werden an die individuellen Bedürfnisse angepasst.

Nicht wegschauen – Hilfe holen!

Ob körperliche, psychische oder sexualisierte Gewalt – schau nicht weg und zögere nicht anzurufen, wenn du oder jemand in deinem Umfeld von Gewalt betroffen (b)ist – hol Hilfe!

Die Frauenhotline gegen Gewalt 0800 222 555 ist an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr, anonym, kostenlos und mehrsprachig erreichbar. Alle Informationen dazu finden sie unter www.frauenhelpline.at und www.haltdergewalt.at. Familienberatungsstellen bieten ebenfalls Informationen an, für Kinder und Jugendliche gibt es Rat auf Draht (147) und psychologische Hilfe stellt der Berufsverband der PsychologInnen von Mo-Fr, 9-16 Uhr zur Verfügung (01/5048000).

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