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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

"Immer öfter müssen die Eltern bezahlen"

Lohnnebenkosten finanzieren auch Schulbücher – schon jetzt zu wenig Budget

Zu wenig Geld: Immer öfter steht kein Schulbuch zur Verfügung
Zu wenig Geld: Immer öfter steht kein Schulbuch zur Verfügung

SchülerInnen-, Eltern- und LehrervertreterInnen kritisieren die Schulbuchaktion. Während der Verbraucherpreisindex in den vergangenen 20 Jahren um fast 45 Prozent gestiegen ist, wurde der Maximalbetrag, der pro SchülerIn für Bücher zugeschossen wird, um nur 16 Prozent angehoben. Immer öfter steht deshalb für den Unterricht kein Schulbuch zur Verfügung, immer öfter müssen Eltern Bücher bezahlen.

Gewerkschafter Gangl spricht von „Umgehung der Schulgeldfreiheit“

Mit dem Schuljahr 2011/12 wurde der Selbstbehalt bei Schulbüchern abgeschafft. Man habe allerdings die Limits für das Buchbudget pro Kopf nicht entsprechend erhöht, kritisiert Lehrergewerkschafter Herbert Weiß (Bundesvertretung AHS) im Gespräch mit der Austria Presse Agentur (APA). "In der Praxis heißt das natürlich, dass die Eltern Kosten übernehmen müssen, die ihnen eigentlich vom Gesetz her nicht überantwortet werden dürfen." Noch schärfer formuliert es Roland Gangl (Bundesvertretung BMHS): "Das ist eine Umgehung der Schulgeldfreiheit." Schule sollte kostenfrei sein, das muss auch für die Bücher gelten.

Lohnnebenkosten finanzieren Schulbuchaktion

Finanziert werden die Bücher aus dem Familienlastenausgleichsfonds (FLAF). Heuer fließen daraus rund 109 Mio. Euro in die Schulbuchaktion für rund 1,1 Mio. SchülerInnen. Pro Kopf werden damit Schulbücher um maximal 50 Euro (Volksschule) bis 170 Euro (AHS-Oberstufe) finanziert. Diese Höchstgrenze ist allerdings in den vergangenen 20 Jahren nicht annähernd im Ausmaß der Teuerung angestiegen.

Finanzierung sichern, sonst müssten Eltern die Bücher aus der eigenen Tasche bezahlen

In den FLAF fließen 4,28 Prozent, die auf alle Bruttolöhne und -gehälter aufgeschlagen werden. Das fällt unter die sogenannten „Lohnnebenkosten“. UnternehmervertreterInnen fordern regelmäßig die Senkung der Lohnnebenkosten, ohne dazuzusagen, dass damit wichtige soziale Errungenschaften gesichert werden – wie eben auch die kostenlosen Schulbücher. Fließt weniger Geld in den FLAF, kann auch das Schulbuchbudget nicht ausreichend erhöht werden. Dann hätten die SchülerInnen keine Schulbücher, oder die Eltern müsste sie aus der eigenen Tasche bezahlen.

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