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Oberösterreich
Beschäftigte für weitere gewerkschaftliche Maßnahmen

Betriebsversammlung im UKH Linz

Beschäftigte für weitere gewerkschaftliche Maßnahmen
Bei der heutigen Betriebsversammlung im Linzer Unfallkrankenhaus beschlossen die Beschäftigten weitere gewerkschaftliche Maßnahmen, solange die Drohung, die AUVA aufzulösen oder zu schwächen, nicht vom Tisch ist. Die GPA-djp OÖ unterstützt den Betriebsrat in allen Belangen.
 
„Nicht nur die MitarbeiterInnen, sondern auch die Bevölkerung steht hinter uns. Es ist wirklich erfreulich zu sehen, wie sie uns mit Unterschriften unterstützt“, freut sich Betriebsratsvorsitzende Martina Kronsteiner.
Zum aktuellen Zeitpunkt haben bereits über 82.000 Menschen die Online-Petition gegen die Zerschlagung der AUVA unterschrieben, aber auch Listen in Papierform sind in vielen Betrieben und auch direkt im Unfallkrankenhaus aufgelegt, wo auch PatientInnen ihre Solidarität zeigen.
 
„Es ist erschreckend, wie wenig Ahnung die politisch Verantwortlichen haben“, ärgert sich Zentralbetriebsratsvorsitzender Erik Lenz. „Zu glauben, man könne bei der AUVA 500 Millionen Euro in der Verwaltung einsparen, wenn die Kosten dafür nur 93 Millionen ausmachen, ist absurd“, so Lenz weiter.
 
Die Sicherheit am Arbeitsplatz, die Ansprüche auf Heilbehandlung, Rehabilitation, die finanzielle Unterstützung und Rentenzahlung bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten sind ohne die AUVA mit ihren Unfallkrankenhäusern und Reha-Zentren in Gefahr. Mehr als 370.000 Unfallopfer jährlich - auch von privaten Unfällen - werden medizinisch versorgt. Ohne die AUVA ist das nicht machbar.
 
„Die Angriffe der Bundesregierung gegen die AUVA gehören zu ihrer Strategie, Arbeitnehmerinteressen massiv zurückzudrängen. Ziel ist eine brutale Umverteilung, nämlich eine halbe Milliarde Euro Geldgeschenk an die Großunternehmer zu Lasten der Allgemeinheit“, kritisiert Andreas Stangl, Geschäftsführer der GPA-djp OÖ, die Pläne der Sozialministerin.
 
„Österreichweit sind für die nächsten Wochen bereits viele weitere Aktionen geplant, um die Bevölkerung aufzuklären, was wir für sie leisten und welche Folgen eine Schwächung der AUVA für sie zu Folge hätte“, so Kronsteiner abschließend.

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