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Oberösterreich

„Freiwilliger 12-Stunden-Tag ist ein Märchen“

Gewerkschaft Bau-Holz-Landesgeschäftsführer Harald Dietinger befürchtet Kündigungen, wenn sich ArbeitnehmerInnen weigern

Die von der Bundesregierung geplante Verlängerung der Arbeitszeit auf 12 Stunden pro Tag und 60 Stunden pro Woche ist für den Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft Bau-Holz in Oberösterreich, Harald Dietinger, ein beispielloser Angriff auf die ArbeitnehmerInnen. Vor allem über die Aussage, dass die elfte und zwölfte Stunde nur auf freiwilliger Basis geleistet werden müssen, kann Dietinger nur den Kopf schütteln: „Der freiwillige 12-Stunden-Tag ist ein Märchen. Wer zu seinem Chef ‚Nein‘ sagt, der wird Konsequenzen fürchten müssen. Man kann darauf warten, bis es deswegen zu ersten Kündigungen kommen wird.“

Dietinger weist darauf hin, dass im vorgelegten Entwurf die Freiwilligkeit auch gar nicht vorkomme. Lediglich von „überwiegenden persönlichen Interessen“ sei darin die Rede. „Wer entscheidet, ob die persönlichen Interessen der ArbeitnehmerInnen gegenüber dem Willen des Arbeitgebers überwiegen?“, fragt Dietinger – und ist sich sicher die Antwort zu kennen: „Die Arbeitgeber werden dann auf dem längeren Ast sitzen.“

Für den Bau-Holz-Geschäftsführer ist klar, dass es nun gilt, sich zur Wehr zu setzen: „Wir werden diesen Anschlag auf die ArbeitnehmerInnen nicht akzeptieren und wir werden entschlossen dagegen aufstehen.“

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