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Oberösterreich

Schulbeginn mit bitterem Beigeschmack für die Eltern

Oberösterreichs ÖGB-Frauen weisen auf gravierende Probleme durch das neue Arbeitszeitgesetz hin – Kinderbetreuung nicht auf 12-Stunden-Tag ausgerichtet

Bittere Geschenke zum Schulstart hat die Bundesregierung an die Eltern verteilt. Denn erst vor wenigen Tagen ist das neue Arbeitszeitgesetz in Kraft getreten, das sowohl den 12-Stunden-Arbeitstag als auch die 60-Stunden-Woche ermöglicht. „Besonders für Eltern ist das ein herber Schlag. Noch dazu, wo in Oberösterreich der Anteil an Kinderbetreuungseinrichtungen, die länger als zehn Stunden geöffnet sind, der niedrigste in ganz Österreich ist und erst vor wenigen Monaten Gebühren für die Nachmittagsbetreuung eingeführt wurden“, kritisiert Elfriede Schober, Frauenvorsitzende im ÖGB Oberösterreich.

Gesellschaftspolitischer Rückschritt
Frauen seien ganz besonders Leidtragende bei der Ausweitung der Arbeitszeiten. „Wenn es für Frauen schwieriger wird, einen Vollzeitjob anzunehmen, bedeutet das einen deutlichen gesellschaftspolitischen Rückschritt und einen Angriff auf die Selbstbestimmung der Frauen“, warnt Schober. Neben einem Vollzeit-Kinderbildungsangebot fordern die ÖGB-Frauen auch eine Verkürzung der Arbeitszeit auf 35 Stunden und volle Anrechnung der Elternkarenz auf die Dienstzeiten. Darüber hinaus soll so rasch wie möglich das kollektivvertragliche Mindesteinkommen in allen Branchen auf 1700 Euro brutto gehoben werden.

Bei einer Aktion in der Plus-City in Pasching haben die ÖGB-Frauen kleine Schultüten an die Eltern und Kinder verteilt. „In den vielen interessanten Gesprächen ist klar hervorgegangen, dass zahlreiche Eltern verunsichert sind und nicht wissen, wie sie Familie und Job bei längeren Arbeitszeiten unter einen Hut bringen sollen“, sagt Schober.

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