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Oberösterreich

Frauen in Oberösterreich verdienen fast ein Viertel weniger

Unterschied zu männlichen Kollegen liegt bei jährlich 12.111 Euro

Obwohl sich die Lohn- und Gehaltsschere, etwa durch die kollektivvertraglichen Mindestlöhne von 1500 Euro, in den vergangenen Jahren etwas geschlossen hat, verdienen Frauen in Oberösterreich immer noch um 24,2 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen – pro Jahr ist das ein Betrag von 12.111 Euro. „Der Unterschied wird zwar geringer, aber das passiert viel zu langsam“, kritisiert Elfriede Schober, ÖGB-Frauenvorsitzende in Oberösterreich.

Beim Equal Pay Day, der für Oberösterreich heuer auf den 4. Oktober fällt, machen Frauen darauf aufmerksam, dass Männer an diesem Tag so viel verdient haben wie die Frauen im ganzen Jahr. Österreichweit ist heuer am 20. Oktober Equal Pay Day. Das heißt, dass Oberösterreich mehr als zwei Wochen hinter dem Österreich-Schnitt zurücklegt und damit ein trauriges Bild abgibt – nämlich vor Vorarlberg den vorletzten Platz unter den Bundesländern einnimmt.

„Ziel ist der 31. Dezember“
„Gerade deshalb muss man endlich Veränderungen einleiten, denn unser Ziel ist es weiter, dass der Equal Pay Day am 31. Dezember stattfindet und Frauen damit für ihre Leistungen fair entlohnt werden“, fordert Schober. Dazu brauche es einen Ausbau der flächendeckenden, leistbaren und vor allem qualitativ hochwertigen Kinderbildungseinrichtungen mit Öffnungszeiten, die eine Vollzeitbeschäftigung ermöglichen. „Durch das neue Arbeitszeitgesetz mit 12-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche wird es für Frauen allerdings noch schwieriger, Vollzeit zu arbeiten“, sieht Schober einen Angriff auf die Selbstbestimmung der Frauen.

Daneben muss aber noch viel mehr geschehen. „Ein kollektivvertragliches Mindesteinkommen von 1700 Euro bei Vollzeitbeschäftigung wäre ein wichtiger Schritt, für den wir kämpfen“, kündigt Schober an und fordert auch die verpflichtende Offenlegung der Einkommen innerhalb der Betriebe: „Einkommensberichte nur in Großbetrieben sind zu wenig.“ Unterstrichen werden von der Frauenvorsitzenden auch die Forderungen nach gleichem Stundenlohn für Vollzeit- und Teilzeitkräfte (etwa bei Zulagen oder Zuschlägen) sowie die volle gesetzliche Anrechnung von Karenzzeiten auf alle dienstzeitabhängigen Ansprüche.

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