Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

Einkommensschere muss endlich geschlossen werden

ÖGB OÖ-Frauenvorsitzende Schober: „Wir Frauen haben bereits viel erreicht, doch wir sind noch lange nicht am Ziel“

Noch immer verdienen Frauen in Österreich für gleichwertige Arbeit um 20 Prozent weniger als Männer und erhalten durchschnittlich 42 Prozent weniger Pension. „Wir Frauen haben in der Vergangenheit zwar bereits viel erreicht, doch alleine diese Zahlen zeigen, dass wir noch lange nicht am Ziel angelangt sind“, fordert die Frauenvorsitzende des ÖGB Oberösterreich, Elfriede Schober, anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März, dass die Einkommensschere endlich geschlossen werden muss. Ein Vehikel dazu wäre ein Lohntransparenzgesetz, das alle Einkommen offenlegt. Einkommensberichte ohne Sanktionen und nur in Großbetrieben sind dafür deutlich zu wenig. Ein weiterer Schritt wäre die gesetzliche Anrechnung von Karenzzeiten, die die Einkommensschere wieder ein Stück weit schließen würde.

Flächendeckende Gratis-Kinderbetreuung
Neben dem niedrigeren Verdienst im Job erledigen Frauen sehr oft auch unbezahlte Arbeit im Haushalt, bei der Kindererziehung und der Pflege von Angehörigen. „Mit einer Vollzeitbeschäftigung ist das für viele kaum unter einen Hut zu bringen“, sagt Schober. Deswegen ist es notwendig, die Kinderbetreuung flächendeckend auszubauen. „Nur mit Gratis-Kinderbetreuungsplätzen für jedes Kind und ganztägigen Öffnungszeiten ist es möglich, dass alle Frauen selbst darüber entscheiden können, wie sie ihr Leben gestalten und wie sie Beruf und Familie vereinbaren wollen“, stellt Schober klar.

Genauso soll es einen Rechtsanspruch auf den Papamonat geben, damit Väter die Chance haben, sich verstärkt an der Kindererziehung zu beteiligen und die unbezahlte Arbeit gerechter verteilt werden kann. Bei der Pflege von Angehörigen, die zumeist von Frauen versorgt werden, muss es einen Rechtsanpruch auf
Pflegekarenz und -teilzeit geben, um jene, die sich um alte und kranke Familienmitglieder kümmern, zu entlasten.

Wahlrecht nutzen, mitbestimmen!
Schober appelliert an die Frauen, ihr Wahlrecht bei der Arbeiterkammer-Wahl zu nutzen: „Nur wer selbst wählt, kann auch mitbestimmen. Die von der Regierung in den vergangenen Monaten gesetzten Maßnahmen zeigen deutlich, in welche Richtung die Reise für die Frauen künftig gehen soll: Nämlich zurück an den Herd! Nur wer selbst wählen geht, kann mitbestimmen und gegen diese rückwärtsgewandte Politik aufstehen.“

Artikel weiterempfehlen

Newsletterauswahl

OÖ Infos@News

Geschlecht
Geschlecht:
Name
© Österreichischer Gewerkschaftsbund | Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutz | Inhalt