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Oberösterreich

Metaller-KV: Fouls der Arbeitgeber werden nicht hingenommen

Scheitert die fünfte Verhandlungsrunde, kommt es zu Betriebsversammlungen

Nachdem am 16. Oktober die vierte Runde der Kollektivvertragsverhandlungen um den Metaller-Kollektivvertrag gescheitert ist, werden heute und morgen in ganz Österreich BetriebsrätInnenkonferenzen abgehalten. In Oberösterreich fand diese BetriebsrätInnenkonferenz heute, Montag, 21. Oktober, in der Leondinger Kürnberghalle statt. „Sollte es auch am 28. Oktober zu keiner Einigung mit dem Fachverband der Metalltechnischen Industrie kommen, dann werden unmittelbar danach österreichweit Betriebsversammlungen abgehalten“, sagen der Chefverhandler der Arbeitnehmerseite, Rainer Wimmer (PRO-GE) und Johann Forstner (Angestellten-Betriebsratsvorsitzender bei Miba in Laakirchen / GPA-djp).

Klar sei auch, dass die Forderung nach 4,5 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung bzw. einem Mindestbetrag von 100 Euro aufrecht bleibe. Ebenso haben die Betriebsräte mit ihrer Zustimmung zur vorgelegten Resolution unterstrichen, dass man am einheitlichen Kollektivvertrag für die gesamte Metallindustrie festhalten werde. „Die Stimmung bei den Konferenzen war kämpferisch, denn die letzte Verhandlungsrunde hat deutlich gemacht, dass die Arbeitgeber keinerlei Respekt vor der Leistung der ArbeitnehmerInnen haben“, sagen Wimmer und Forstner. Die Arbeitgeber boten in der letzten Verhandlungsrunde lediglich ein Plus von 1,8 Prozent an. Da die den Verhandlungen zugrunde liegende Inflation bei 1,77 Prozent liegt, würde dies de facto eine Nulllohnrunde bedeuten.

Die beiden Gewerkschafter weisen erneut darauf hin, dass das letzte Jahr gut für die Wirtschaft gelaufen sei: „Die Top-Unternehmen der Metallindustrie haben alleine im Jahr 2018 zwei Milliarden Euro ausgeschüttet. Was sich Eigentümer und Aktionäre gönnen, will man nun den ArbeitnehmerInnen vorenthalten.“ Auch die Aussichten für das kommende Jahr sind stabil, erst vor wenigen Tagen hat der IWF für Österreich ein Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent prognostiziert und festgehalten, dass man damit deutlich über dem Euroraum liege. „Wir sind bereit, einem fairen Abschluss zuzustimmen. Fouls vonseiten der Arbeitgeber werden wir aber nicht unwidersprochen hinnehmen“, so Wimmer und Forstner.

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