Um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten, speichert diese Website Informationen über Ihren Besuch in sogenannten Cookies. Durch die Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Weitere Informationen darüber finden Sie in der Datenschutzerklärung.
Oberösterreich

Linzer Feuerwehrleute zwei Wochen im Dauereinsatz

Kollegen legen in Corona-Zeiten freiwillig 14-Tage-Schicht ein

„Den Kollegen gebührt in diesen Tagen höchster Respekt. Einen solchen Dienst zu versehen, fordert unglaubliche Courage“, lobt der Landesvorsitzende der Gewerkschaft younion, Christian Jedinger, den Einsatz der Kollegen der Berufsfeuerwehr Linz. Sie versehen derzeit durchgehende 14-Tage-Schichten.

336 Stunden im Dienst
„Die ersten 47 Mann haben am vergangenen Freitag ihre Schicht begonnen und sind nun bis am Morgen des 3. April auf ihrer Dienststelle im Einsatz“, schildert Alexander Winter, Personalvertreter der Linzer Berufsfeuerwehr. Im Klartext heißt das: 336 Stunden ohne ihre Familien sehen zu können auf der Feuerwache, wo die Kollegen mittlerweile auch den Putz- und Wäschedienst übernommen haben, weil die Reinigungskräfte aus Sicherheitsgründen vorübergehend keinen Dienst mehr versehen. Ausgerückt wird ausschließlich zu Einsätzen.

„Wir haben diese Regelung freiwillig angenommen, um weiterhin die Sicherheit der Menschen im Brandfall gewährleisten zu können“, sagt Winter, der das Durchhaltevermögen der Kollegen in dieser auch mental sehr schwierigen Situation lobt.

Während die Zahl der Einsätze während des Tages gesunken ist, gibt es mittlerweile einen Anstieg der Nachteinsätze. „Viele Betriebe haben ihre Produktion am Tag zurückgefahren und produzieren vermehrt nachts – das schlägt sich in den Alarmen nieder. Für die Kollegen bedeutet das auch einen belastenden Rhythmuswechsel“, so Winter.

„Es bleibt zu hoffen, dass sich das umfassende freiwillige Engagement der Feuerwehrleute nach der Krise auch in Wertschätzung niederschlägt, die für die Kollegen konkret spürbar sein muss“, sind sich Winter und Jedinger einig. Durch die freiwillige Umsetzung des aktuellen Schichtmodells ist einerseits die Einsatzfähigkeit sichergestellt und andererseits werden die Kosten für die Kommune niedrig gehalten.

Artikel weiterempfehlen