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Salzburg

Erhöhung der Negativsteuer muss kommen

Wenig Freude mit dem gestern präsentierten ÖVP-Steuerkonzept hat die Salzburger Gewerkschaftsjugend. „Die Wirtschaftspartei ÖVP betont in Sonntagsreden zwar immer wie wichtig ihr Lehrlinge sind, in der Praxis lässt sie Lehrlingen diese Wertschätzung jedoch nicht  spüren“, sagt ÖGJ-Vorsitzender Marco Kern. „Während im ÖGB-Konzept die Lehrlinge durch die vorgesehene Erhöhung der Negativsteuer von 110 auf 450 Euro enorm profitieren würden, würden sie im ÖVP-Konzept leer ausgehen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Lehrjahre keine Herrenjahre sind. Gerade zu Beginn der beruflichen Laufbahn sind junge Menschen nicht überbezahlt und benötigen jeden Euro zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts. Da sie aufgrund der oftmals geringen Lehrlingsentschädigungen noch keine Steuer zahlen, ist die Zahlung der Negativsteuer der einzige Weg, um sie zu entlasten“, erklärt Kern. 
 
ÖGJ-Jugendsekretär Samed Aksu ergänzt: „Um die dringend benötigte Ankurbelung der Wirtschaft zu erzielen, gilt es vor allem die niedrigen und mittleren Einkommensbezieher zu entlasten. Bei ihnen fließt jeder zusätzliche Euro im Börsel in den Konsum.“
 
Leistungskürzungen treffen Niedrigverdiener
Die von der ÖVP vorgeschlagene Entlastung für ArbeitnehmerInnen mit niedrigen Einkommen über gestaffelte Sozialversicherungsbeiträge lehnt die Gewerkschaftsjugend ab. „Lehrlinge würden davon nicht profitieren, da sie ohnehin bereits weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlen“, weiß Aksu. Eine allgemeine Reduzierung lehnt die Gewerkschaftsjugend jedoch ab, da weniger Sozialversicherungsbeiträge unweigerlich zu weniger Leistungen führen würden. „Um den österreichischen Sozialstaat in seiner jetzigen Form zu behalten und weiter auszubauen, darf es zu keinerlei Kürzungen der Einnahmen kommen. Unter Leistungskürzungen im Gesundheitsbereich oder in der Arbeitslosenversicherung würden jene leiden, die es schon jetzt schwer genug haben“, sagt Aksu.
 

 

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