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Tirol

ÖGB Tirol warnt vor Ausbildungskatastrophe

Not-Ausbildungsfonds für Jugendliche notwendig

Angesichts der extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit warnt der ÖGB Tirol vor einer drohenden Ausbildungskatastrophe und fordert ein ganzes Paket an Maßnahmen für Jugendliche. „Aufgrund der Corona-Krise wackeln viele Lehrstellen-Zusagen für den Herbst, viele Jugendlichen stehen plötzlich vor einer unsicheren Zukunft. Das ist eine Katastrophe, denn damit fehlen uns in drei Jahren die Fachkräfte. Es darf keine ‚Generation Corona‘ geben, die in Jugendarbeitslosigkeit abdriftet“, warnt Tirols ÖGB-Vorsitzender Philip Wohlgemuth. Auch für die Tiroler Wirtschaft hätte „eine verlorene Fachkräfte-Generation“ äußerst negative Auswirkungen.

Die Arbeitslosenzahlen lassen verheerende Auswirkungen befürchten: 5.898 Arbeitslose unter 25 sind derzeit laut AMS gemeldet. „Damit fehlen den Betrieben die Fachkräfte von morgen!“, zeigt Wohlgemuth auf. „Gerade in der aktuellen Krise, angesichts der höchsten Arbeitslosigkeit seit dem 2.Weltkrieg, müssen Bund, Länder und Gemeinden in die Pflicht genommen werden. Unternehmen, die durch die öffentliche Hand finanziert oder teilfinanziert werden, müssen vermehrt zur Lehrlingsausbildung herangezogen werden und überbedarfsorientiert ausbilden“, ergänzt ÖGB-Jugendvorsitzender Thomas Spiegl.

Gemeinsam fordern die beiden Gewerkschafter ein sofortiges Maßnahmenpaket gegen die drohende Ausbildungskatastrophe. „Vor allem müssen wir auch jene Unternehmen unterstützen, die trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten Lehrlinge ausbilden wollen!“, ist Wohlgemuth überzeugt. Umgesetzt werden soll das mittels Corona-Not-Ausbildungsfonds, auch die überbetriebliche Lehrausbildung soll gestärkt werden.

„Die Abwendung eines nie dagewesenen Fachkräftemangels und dramatischer Jugendarbeitslosigkeit muss unverzüglich angegangen werden. Wir fordern daher Politik und Sozialpartner auf, mit uns gemeinsam Sofortmaßnahmen zu erarbeiten“, so Spiegl.

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