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Vorarlberg

ÖGB-Kampagne zur Sonderbetreuung

Der ÖGB hat eine Kampagne für einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit gestartet. Unterstütze uns unter https://kinderbetreuung.oegb.at.
Schreibe deinem Nationalratsabgeordneten: https://kinderbetreuung.oegb.at
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„Kinderbetreuung muss möglich sein, ohne dass die Eltern beim Arbeitgeber betteln müssen“, bringt es ÖGB-Landesvorsitzender Reinhard Stemmer auf den Punkt. Viele Eltern stehen auch aufgrund der bevorstehenden Herbstferien vor einem großen Problem: Sie haben coronabedingt ihren Urlaub großteils aufgebraucht und wissen nicht, wie es mit der Kinderbetreuung weitergehen soll. Die Bundesregierung hat zwar die Möglichkeit der Sonderbetreuungszeit verlängert, allerdings ohne Rechtsanspruch darauf. „Eltern stehen massiv unter Druck. Sie sind auf das Wohlwollen ihres Arbeitgebers angewiesen, oder trauen sich gar nicht mehr, um eine Freistellung zu bitten“, beschreibt Stemmer das große Problem, das Eltern derzeit haben.

Es vergeht keine Woche ohne Coronafall in einer Betreuungseinrichtung. Viele Kinder werden aufgrund von Infektions- und Verdachtsfällen nach Hause geschickt. „Für berufstätige Eltern ist die derzeitige Situation extrem belastend. Sie müssen von der Arbeit weg und im schlimmsten Fall über Tage ihre Kinder zu Hause betreuen. Viele haben ihren Urlaub bereits aufgebraucht und sogar schon Arbeitszeit reduziert“, verdeutlicht Stemmer. „Eltern dürfen nicht zu BittstellerInnen degradiert werden und Angst um ihren Job haben müssen. Wir brauchen einen Rechtsanspruch auf die Sonderbetreuungszeit, damit Kinderbetreuung für alle Eltern möglich ist“, fordert der ÖGB-Landesvorsitzende anlässlich der bevorstehenden Herbstferien. Mit der Kostenübernahme durch den Bund würden zudem die Betriebe entlastet.

Die Politik hätte seit März Zeit gehabt, sich Konzepte und Lösungen für die Probleme in der Kinderbetreuung zu überlegen. So sei etwa auch „leistbare und flächendeckende Ferienbetreuung für alle Kinder in Österreich das Gebot der Stunde“, so Stemmer. „Es stehen die nächsten Ferien vor der Tür, von einer Lösung fehlt aber immer noch jede Spur. Unsere Familien derart im Regen stehen zu lassen, kann doch nicht Anspruch einer österreichischen Bundesregierung sein. Es ist unverständlich, dass Eltern und speziell Frauen mit der Betreuungssituation allein gelassen werden.“

Der ÖGB hat nun eine Kampagne für einen Rechtsanspruch auf Sonderbetreuungszeit gestartet. Auf der Homepage https://kinderbetreuung.oegb.at können betroffene Eltern und UnterstützerInnen Emails an die Nationalratsabgeordneten aus ihrem Bundesland verschicken, um Druck auf die VolksvertreterInnen zu machen. „Wir wollen, dass der Email-Posteingang der Abgeordneten überquillt und sie ein Gefühl für die verzweifelte Lage bekommen, in der sich viele Eltern befinden. Die Aktion soll den Damen und Herren im Nationalrat endlich die Augen öffnen, wie viele Eltern derzeit am Anschlag sind!“

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