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Frauen

Jede Art von Gewalt sichtbar machen

Internationale Kampagne "16 Tage gegen Gewalt an Frauen" startet

„Gerade die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass Gewalt gegen Frauen nicht immer offen zu Tage tritt. Frauen sind immer häufiger auch am Arbeitsplatz allen möglichen Formen von Gewalt ausgesetzt“, sagt Isabella Guzi, ÖGB-Bundesfrauensekretärin, anlässlich des morgigen Starts der internationalen Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“. Als Zeichen der Solidarität wurde heute vor der ÖGB-Zentrale die Aktionsfahne gehisst.

Die ÖGB-Frauen fordern mehr Mut zum Handeln. „Es reicht nicht, wenn nur die Betroffenen nach Hilfe rufen. Wichtig ist es, dass wir alle hinschauen und reagieren. Das beste Mittel, um sexuelle Belästigung zu verhindern, ist sie zu thematisieren“, sagt Guzi. Durch Information und Aufklärung im Betrieb kann für Enttabuisierung und Bewusstseinsbildung gesorgt werden. „Alle MitarbeiterInnen sollten wissen, was sexuelle Belästigung ist und welche Schritte zu setzen sind, wenn KollegInnen davon betroffen sind.“ Die ÖGB-Frauen appellieren auch an die Arbeitgeber, ihre Verantwortung und Fürsorgepflicht gegenüber den Beschäftigten ernst zu nehmen: „Sie müssen besser hinschauen, Betroffene ermutigen, sich zu wehren, und viel strenger in Fällen von Gewalt und sexueller Belästigung vorgehen.“

Gesetze allein schützen nicht

„Es ist wichtig, dass Menschen ihre Rechte kennen und wissen, welche Möglichkeiten ihnen offenstehen, Diskriminierungen zu beenden“, sagt Guzi. Sie empfiehlt Betroffenen, mit Vertrauenspersonen zu sprechen, sich Unterstützung beim Betriebsrat oder der Gleichbehandlungsanwaltschaft zu holen und auf jeden Fall ein Tagebuch zu führen. „Das hilft, sich später an alle Vorfälle zu erinnern.“ Die Broschüre „Gleichbehandlung in der Arbeitswelt“ der ÖGB-Frauen gibt ausführliche Tipps, was Betroffene, aber auch BetriebsrätInnen, im Fall von Belästigung tun können und wie sich wehren können.

24. 11. 2017

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