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Erfolgreicher Kollektivvertragsabschluss in der Sozialwirtschaft

Über 3 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung für untere Lohn- und Gehaltsgruppen

In der Nacht auf Samstag konnte für die rund 100.000 Beschäftigten der Sozialwirtschaft Österreich ein Kollektivvertragsabschluss erzielt werden. Nach sechs Verhandlungsrunden haben sich die GPA-djp und die Gewerkschaft vida mit den Arbeitgebern auf eine Lohn- und Gehaltserhöhung von 2,5 Prozent, jedoch mindestens 48 Euro geeinigt. Für untere Lohn- und Gehaltsgruppen bedeutet das eine Lohn- und Gehaltserhöhung von über 3 Prozent. Der Kollektivvertrag tritt rückwirkend mit 1. Februar 2018 in Kraft.

Für Lehrlinge konnte zusätzlich zur prozentuellen Steigerung von 2,5 Prozent eine Erhöhung von 100 Euro erreicht werden.

Alle Beschäftigten, die bereits 5 Jahre im Betrieb sind, erhalten einen zusätzlichen Arbeitstag als Urlaubstag.

Für Pflegeberufe konnten Verbesserungen erreicht werden.

PflegeassistentInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 20 Euro und mit 1. Oktober 2019 weitere 10 Euro monatlich. Die PflegefachassistentInnen werden in die Verwendungsgruppe 6 eingestuft und erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 30 Euro und mit 1. Oktober 2019 weitere 30 Euro monatlich. Die diplomierten KrankenpflegerInnen erhalten mit 1. Oktober 2018 zusätzlich 50 Euro, und mit 1. Oktober 2019 weitere 50 Euro monatlich.

Verbesserungen für Teilzeitkräfte

Die zuschlagsfreie Mehrarbeit für Teilzeitkräfte wurde massiv reduziert. Jetzt gilt eine einheitliche Grenze von 16 Stunden pro Durchrechnungszeitraum, die ohne Zuschläge ausbezahlt werden darf.

„Der Abschluss in dieser Qualität war nur möglich, weil sich tausende Kolleginnen und Kollegen in Aktionen solidarisch beteiligt haben. Dafür gebührt ihnen großer Dank. Auch wenn die Arbeitgeber beim Thema Arbeitszeitverkürzung wenig Entgegenkommen zeigten, bleibt sie auf unserer Agenda“, so die Verhandler Reinhard Bödenauer (GPA-djp) und Michaela Guglberger (vida).

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