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ÖGB - Österreichischer Gewerkschaftsbund

PRO-GE Wimmer zu 12-Stunden-Tag: Gewerkschaften konnten Schlimmstes verhindern

Forderung nach Neuverhandlung des Arbeitszeitgesetzes
Ein Jahr nach Inkrafttreten des neuen Arbeitszeitgesetzes zieht der PRO-GE Vorsitzende Rainer Wimmer Bilanz: „In den vergangenen zwölf Monaten ist es der Produktionsgewerkschaft gelungen, in vielen Kollektivverträgen Korrekturmaßnahmen zu den von der türkis-blauen Regierung beschlossenen Verschlechterungen festzuschreiben. Das reicht von Zuschlägen von 100 Prozent für die 11. und 12. Stunde bis hin zu Mitspracherechten von BetriebsrätInnen. Nur durch den Einsatz der Gewerkschaften sind in einigen Branchen die Auswirkungen des 12-Stunden-Tages nicht voll schlagend geworden.“ Insbesondere in den Bereichen mit vielen Mitgliedern konnte man Verbesserungen durchsetzen. „Das zeigt, wir brauchen starke Gewerkschaften, um für alle ArbeitnehmerInnen dementsprechend verhandeln zu können“, sagt Wimmer.
 
        Dennoch werde die Kollektivvertragsebene nicht ausreichen, um alle Verschlechterungen abzufedern. „Von der zukünftigen Regierung fordern wir daher eine Rücknahme und Neuverhandlung des Arbeitszeitgesetzes“, betont der Gewerkschaftsvorsitzende. „Mit dem Gesetz wurden die Mitspracherechte der ArbeitnehmervertreterInnen in den Betrieben ausgehebelt. Das ist ein Anschlag auf die betriebliche Demokratie und muss unbedingt korrigiert werden“, sagt Wimmer. „Die von der Ex-Regierung propagierte Freiwilligkeit ist ein Feigenblatt, um davon abzulenken, dass man den Vorgesetzten die Möglichkeit gegeben hat, noch stärker über ihre Mitarbeiter zu bestimmen. Viele ArbeitnehmerInnen können es sich gar nicht leisten, Nein zu überlangen Arbeitszeiten zu sagen. Vieles, was vorher gesetzlich nicht möglich war, ist nun legalisiert worden“, begründet Wimmer die Notwendigkeit einer Neuverhandlung des Gesetzes.
 
        Ebenso wolle man den Rechtsanspruch auf eine 4-Tage-Woche umsetzen. „Neueste Umfragen haben gezeigt, dass sich die Menschen eine Arbeitszeitverkürzung wünschen. Die 4-Tage-Woche und die leichtere Erreichbarkeit der sechsten Urlaubswoche sind dazu geeignet, in einer sich immer mehr verdichtenden Arbeitswelt ausgleichend zu wirken“, sagt Wimmer abschließend
 

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