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Ende April unternahm die Österreichische Gewerkschaftsjugend mit der SOS-Balkanroute eine Bildungsreise nach Bosnien und Herzegowina. ÖGJ

Vernetzung mit dem bosnischen Gewerkschaftsbund, SSSBiH und der Österreichischen Gewerkschaftsjugend

Ende April unternahm die Österreichische Gewerkschaftsjugend mit der SOS-Balkanroute eine Bildungsreise nach Bosnien und Herzegowina. Diese Gelegenheit wurde genutzt, um sich der ÖGJ-Delegation anzuschließen und mit dem LRDR-Projekt zu vernetzen.

Den Auftakt machte am 24. April ein erstes Kennenlernen mit den ÖGJ-Teilnehmenden aus verschiedenen Bundesländern Österreichs. Das LRDR-Projekt wurde vorgestellt und erste Gespräche über mögliche künftige Zusammenarbeiten geführt.

Der 25. April stand ganz im Zeichen des bosnischen Gewerkschaftsbundes, Savez Samostalnih Sindikata Bosne i Hercegovine. Den Auftakt machte ein Gespräch mit Emra Sadiković, der Koordinatorin des LRDR-Projekts auf Seiten der SSSBiH. Im Anschluss folgte ein gemeinsames Treffen mit Samir Kurtović, dem Präsidenten der SSSBiH und Kenan Poljak, dem Internationalen Sekretär. Kurtović gab dabei einen Einblick in Aufbau und Arbeit der Gewerkschaft: ihre organisatorische Struktur, ihre Ziele, bisherige Erfolge und strategische Schwerpunkte für die kommenden Jahre. Besonders betont wurde die zentrale Rolle der Gewerkschaft beim Schutz von Arbeitnehmer:innenrechten und der Verbesserung der Arbeitsbedingungen.

Mit Emra Sadiković wurden anschließend konkrete Herausforderungen vertieft, mit denen Gewerkschaften in Bosnien-Herzegowina konfrontiert sind: Themen wie Arbeitsmigration, Kollektivverhandlungen und die Digitalisierung der Arbeitswelt, sowie eine besonders drückende strukturelle Schwierigkeit: die Ansprache junger Menschen. Junge Arbeitnehmer:innen zu erreichen und für gewerkschaftliches Engagement zu gewinnen, stellt auch die SSSBiH vor große Herausforderungen.

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Seitens der österreichischen Delegation bestand zudem ein starkes Interesse am institutionellen Rahmen des Arbeitsrechtsschutzes in Bosnien-Herzegowina, darunter das Zusammenspiel der verschiedenen Regierungsebenen der Kantone im Land und die praktische Durchsetzung des Arbeitsrechts.

Die Begegnungen verliefen in einer konstruktiven und freundschaftlichen Atmosphäre. Auf beiden Seiten besteht klare Bereitschaft, die Zusammenarbeit durch gemeinsame Projekte, Wissensaustausch und gelebte internationale gewerkschaftliche Solidarität weiterzuentwickeln.